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Gewinn bei Mercedes gesunken - Pkw-Sparte schwächelt weiter

Autobauer - Gewinn bei Mercedes gesunken - Pkw-Sparte schwächelt weiter

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© Bernd Weißbrod/dpa

Mercedes-Benz: Gewinn im ersten Quartal gesunken. (Archivbild)

Erneuter Gewinnrückgang bei Mercedes-Benz. Allerdings fällt das Minus beim Stuttgarter Autobauer geringer aus als zuletzt. Was sind die Gründe dafür?

Der Gewinn von Mercedes-Benz ist auch zum Jahresstart zurückgegangen. Allerdings fiel der Rückgang weniger deutlich aus als in den vorherigen Quartalen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres sank das Konzernergebnis um 17,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sackte dieses von 1,73 Milliarden Euro auf 1,43 Milliarden Euro ab, wie der Stuttgarter Autobauer mitteilte.

Allerdings kommt der Dax-Konzern auch von einem vergleichsweise niedrigen Niveau. 2025 war das erste Quartal schlecht ausgefallen. Damals war das Konzernergebnis um 43 Prozent eingebrochen - nach einem bereits schwächeren Vorjahr.

Mercedes: Anspruchsvolles Marktumfeld

Das Marktumfeld sei mit einem intensiven Wettbewerb sowie geopolitischen und handelspolitischen Belastungen anspruchsvoll gewesen, hieß es laut Mitteilung. Mercedes habe demnach eine "solide operative Leistung" erzielt.

Mercedes-Benz Group AG
© Bernd Weißbrod/dpa

Finanzvorstand Harald Wilhelm: «Mehr Dynamik im zweiten Halbjahr.» (Archivbild)

Die wesentlichen Kennzahlen bewegten sich im Einklang mit der Jahresprognose. Die Ergebnisse bestätigten, dass Mercedes auf Kurs sei, die Jahresprognose zu erreichen, sagte Finanzvorstand Harald Wilhelm laut Mitteilung. "Die starke Nachfrage nach unseren neuen Produkten und die gut gefüllten Auftragsbücher bilden eine solide Grundlage für mehr Dynamik im zweiten Halbjahr", so Wilhelm.

Umsatz geht leicht zurück

Das operative Ergebnis (Ebit) fiel im ersten Quartal dieses Jahres um 16,8 Prozent von rund 2,3 Milliarden Euro auf 1,9 Milliarden Euro. Der Umsatz auf Konzernebene ging um knapp fünf Prozent auf 31,6 Milliarden Euro zurück.

Probleme bereitete dem Autobauer weiterhin vor allem die Pkw-Sparte, in der das operative Ergebnis um mehr als die Hälfte von rund 1,76 Milliarden Euro auf 809 Millionen Euro einbrach. Bereinigt stand bei den Pkw letztlich eine Umsatzrendite von gerade einmal 4,1 Prozent, nach 7,3 Prozent im Vorjahresquartal. Besser lief es hingegen in den Geschäftsfeldern Vans und Financial Services.

China-Geschäfte belasten den Absatz

Ein deutliches Minus in China hatte bei Mercedes im ersten Quartal dieses Jahres für einen Absatzrückgang gesorgt. Insgesamt war der Pkw-Absatz um sechs Prozent auf 419.400 Fahrzeuge zurückgegangen.

Der Autobauer hat schon länger mit Rückgängen zu kämpfen, neben dem Absatz auch bei Gewinn und Umsatz. 2025 war der Gewinn um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen. Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China hätten die Ergebnisse belastet, hieß es. Auch 2024 waren die Geschäfte bereits schlecht gelaufen. Die Schwaben hatten daraufhin reagiert und ein Sparprogramm aufgelegt. 

Zahlreiche neue Modelle sollen die Geschäfte wieder ankurbeln. Das bislang größte Produktanlaufprogramm von Mercedes mit mehr als 40 neuen Modellen zwischen 2025 und 2027 gewinne weiter an Dynamik, hieß es laut Mitteilung. Dieses Jahr habe Mercedes bereits mehrere wichtige Modelle eingeführt, darunter etwa eine überarbeitete Version der S-Klasse oder die neue elektrische C-Klasse.

Verträge zum Athlon-Verkauf unterzeichnet

Bekannt wurde am Mittwoch auch, dass Mercedes eigenen Angaben zufolge im April Verträge mit der französischen Bank BNP Paribas zum Verkauf seiner Leasingtochter Athlon unterzeichnet hat. Zum Kaufpreis machten die Schwaben keine Angaben. Der Vollzug der Transaktion stehe unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und werde für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

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