Drohender Arbeitskräftemangel - Fast ein Drittel bald im Ruhestand
Deutschland steht in den nächsten Jahren eine Welle an Renteneintritten bevor. Das Statistische Bundesamt warnt: "Jüngere Altersgruppen werden die Babyboomer zahlenmäßig nicht ersetzen können."
Mit dem absehbaren Renteneintritt der zahlenmäßig stärksten Jahrgänge der Babyboomer innerhalb der nächsten 15 Jahre wird sich eine erhebliche Lücke auf dem deutschen Arbeitsmarkt auftun.
Renteneintritt der Babyboomer verschärft Arbeitskräftelücke
Bis 2040 werden etwa 13,3 Millionen Erwerbspersonen das derzeit geltende gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben, wie das Statistische Bundesamt auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mitteilte.
Fast ein Drittel der Erwerbspersonen betroffen
Das entspreche fast einem Drittel (30 Prozent) aller Erwerbspersonen hierzulande, also Erwerbstätige und Erwerbslose, die dem Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr zur Verfügung standen.
Jüngere Jahrgänge können Babyboomer nicht ersetzen
"Jüngere Altersgruppen werden die Babyboomer zahlenmäßig nicht ersetzen können", rechnen die Wiesbadener Statistiker vor. Obwohl die 60- bis 64-Jährigen bereits im Übergang zum Ruhestand waren, stellten sie im Jahr 2025 noch 4,5 Millionen Erwerbspersonen. Aus der Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen waren 5,5 Millionen noch am Arbeitsmarkt aktiv.
Diskussion über höhere Erwerbsbeteiligung Älterer
Jüngere Generationen erreichen diese zusammen 10 Millionen Erwerbspersonen jeweils nicht ganz. Um dem künftigen Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken, wird unter anderem diskutiert, die Erwerbsbeteiligung von älteren Menschen zu erhöhen.