Niedrigwasser im Rhein: NRW fordert Taskforce und Geld
Extremes Niedrigwasser im Rhein - NRW fordert Taskforce und Geld vom Bund
Der Rhein erreicht historisch niedrige Wasserstände - Schiffe können kaum noch laden. Jetzt fordert NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) eine nationale Taskforce und Geld vom Bund.
Angesichts des Niedrigwassers am Rhein soll die Taskforce nach Krischers Willen rasch konkrete Maßnahmen abstimmen. Dazu zählten zusätzliche Lagerkapazitäten in Häfen für Gefahrgüter, zusätzliche Bahnkapazitäten und die Frage, „wie priorisiert werden kann, was transportiert werden soll", sagte Krischer im ZDF-„Morgenmagazin".
Experten aus Logistik, Kommunen und Bund gefragt
Zusammenkommen sollten aus seiner Sicht Fachleute aus der Logistikbranche, den Kommunen sowie den Landesregierungen und der Bundesregierung. Ein solches Vorgehen habe sich schon 2018 bewährt, so Krischer: „Das wird nicht das Problem völlig aus der Welt verschwinden lassen. Es kann aber an vielen Stellen die Situation verbessern helfen."
Früher als 2018 - und wohl für Monate
Anders als 2018 komme das Niedrigwasser in diesem Jahr sehr früh. „2018 hatten wir es erst im Spätsommer, im Herbst, jetzt schon im Hochsommer. Wir müssen mehrere Wochen und Monate wahrscheinlich mit der Situation umgehen", sagte Krischer.
Ruf nach Geld für die Fahrrinne
Mittelfristig dringt Krischer auf den Ausbau der Rhein-Fahrrinne. Konkrete Planungen gebe es seit vielen Jahren, ein Abschnitt sei fertig geplant: „Da könnte quasi morgen mit dem Bau begonnen werden. Da fehlt nur leider das Geld des Bundes." Zuständig sei der Bund, da es sich um eine Bundeswasserstraße handele.
Mittel 2025 gestrichen - aus „unerfindlichen Gründen"
2025 seien die Mittel aus „unerfindlichen Gründen" gestrichen worden, kritisierte Krischer. Die Maßnahmen zur Optimierung der Fahrrinne würden in einer Niedrigwassersituation sehr helfen und müssten nun „mit Nachdruck umgesetzt werden".