Panzerbauer KNDS - Bund will sich in Rüstungswerk einkaufen
Rund ein Viertel der Anteile am Panzerbauer KNDS könnte künftig dem deutschen Staat gehören. Die Bundesregierung verhandelt derzeit über den Einstieg bei dem Rüstungskonzern - eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.
Die Bundesregierung will beim Panzerhersteller KNDS einsteigen. Das meldet das Handelsblatt und beruft sich dabei auf mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen. KNDS gehört je zur Hälfte dem französischen Staat und den deutschen Eigentümerfamilien Braunbehrens und Bode.
KNDS will nicht mehr an die Börse
Die Eigentümerfamilien wollen ihre 50 Prozent der Anteile laut Handelsblatt an den Bund verkaufen. Der ursprünglich geplante Börsengang sei kein Thema mehr. Die finale Entscheidung über den Einstieg Deutschlands solle demnach voraussichtlich in den kommenden Wochen fallen. Vor allem über den Preis werde noch verhandelt.
Zwölf Standorte in Deutschland
KNDS hat in Deutschland zwölf Standorte, darunter auch drei Produktionsstandorte in Kassel mit insgesamt rund 2.000 Beschäftigten. Auch hier werden Panzer gebaut.