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> FFH Kreuz & Quer am 9. August: Kirche kann außergewöhnlich!
05.08.2026, 15:39 Uhr
FFH Kreuz & Quer am 09. August -
Kirche kann außergewöhnlich!
Und außergewöhnlich wird es auch schon beim Religions-Unterricht in Hessen. Ganz frisch mit dem neuen Schuljahr kann der in einer Gruppe katholisch UND evangelisch stattfinden. Im Interview hört ihr, wie das funktioniert. Oder schaut euch besondere Gottesdienstformate an: In der Pizzeria, auf dem Motorrad, vielleicht auch beim Ü35er-Plausch im idyllischen Innenhof nach der Messe. Strandfeeling pur bekommt ihr übrigens auch direkt nach den Sommerferien ab, beim Sandfestival von St. Mauritius in Frankfurt. Hier kommen die Infos zur Sendung:
Reli-Unterricht neu gedacht
Seit diesem Schuljahr können Schulen in Hessen so genannten „konfessionell-kooperativen Reli-Unterricht“ anbieten. Das heißt: evangelische und katholische Schülerinnen und Schüler lernen gemeinsam. Was daran neu ist, erklärt Cornelia Müller vom Kommissariat der katholischen Bischöfe im Lande Hessen. Das Büro hat mit der evangelischen Kirche und dem Kultusministerium die neue Form auf den Weg gebracht. Welche Chancen das Modell bietet und wie das Angebot angenommen wird, darum geht es im ausführlichen Interview mit Cornelia Müller:
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Die Sommerferien sind rum, die Schule startet wieder und da gibt es ab diesem Jahr eine Neuerung bei uns in Hessen, was den Religionsunterricht angeht. Schulen können sogenannten konfessionell kooperativen Religionsunterricht anbieten. Das heißt, evangelische und katholische Schülerinnen und Schüler lernen gemeinsam. Was daran Neues erklärt Cornelia Müller vom Kommissariat der katholischen Bischöfe in Hessen. Das Büro hat mit der evangelischen Kirche und dem Kultusministerium die neue Form auf den Weg gebracht. Das wird so aussehen, dass sich Schulen überlegen können, wir wollen jetzt gemeinsam Religionsunterricht anbieten. Der ist nicht ökumenisch, sondern der ist sowohl katholisch als auch evangelisch. Das heißt, Schulen können für zwei Jahre ab Klasse 1, 2 und ab Klasse 5, 6 für die weiterführenden Schulen in einer Jahrgangsstufe diese konfessionelle Kooperation einführen. Das bedeutet gemischte Lerngruppen, katholische und evangelische Schülerinnen und Schüler, sowie innerhalb von zwei Jahren einen verbindlichen Lehrerwechsel. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler können sich identifizieren sowohl mit einer katholischen Lehrkraft als auch mit einer evangelischen Lehrkraft. Das neue Angebot gilt für die erste bis zehnte Klasse. In der Oberstufe wird dann wieder getrennt unterrichtet. Das Ganze ist eine Option, betont Cornelia Müller. Schulen haben weiterhin natürlich die Möglichkeit, rein katholischen und rein evangelischen Religionsunterricht zu erteilen. Es gibt daneben in Hessen auch schon seit einigen Jahren die Möglichkeit, gemischt konfessionelle Lerngruppen einzurichten. Das heißt, wenn eine Schule nicht über genügend katholische oder evangelische Lehrer ist, dann kann sie sich auch über eine katholische oder evangelische Lehrkraft einrichten. Wenn eine Jude venerationện kennt, evangelische Schülerinnen und Schüler verfügt in einer Jahrgangsstufe oder ein Lehrermangel vorliegt, dann können gemischt konfessionelle Lerngruppen gebildet werden. Das ist aus einem Mangel heraus. Die neue Unterrichtsform hat eine theologische Grundlage und eine religionspädagogische Grundlage und speist sich so ein bisschen aus den letzten Jahrzehnten ökumenischer Entwicklung. Wenn eine Schule die neue Form des Religionsunterrichts anbieten will, dann muss sie das beantragen. Auch die Lehrkräfte kriegen nochmal eine Fortbildung. Cornelia Müller sieht im neuen Modell eine echte Chance. Bis jetzt lief der Religionsunterricht ja immer parallel. Hier kommt man einfach wirklich direkt zusammen und man kann direkt über Unterschiede sprechen, aber auch über die vielen Gemeinsamkeiten. Und es geht bei diesem Modell gar nicht darum, Unterschiede zu nivellieren, sondern es geht darum, wirklich Respekt einzuüben, Toleranz einzuüben. Wie gehen wir gemeinsam mit unserem Glauben, mit unserem gemeinsamen kulturellen Erbe um? Können Sie nochmal die Idee, die hinter dieser neuen Unterrichtsform steckt, genauer erklären? Also die Idee, die dahinter steckt, ist natürlich zum einen nochmal diese ökumenische Entwicklung, die es seit Jahrzehnten ja gibt, Gott sei Dank, nochmal auch in die Schulen hineinzutragen, zu zeigen, wir sind gemeinsam eine Glaubensgemeinschaft. Gleichzeitig sehen die Kirchen natürlich auch seit Jahren, wohin die Gesellschaft sich entwickelt. Sie ist geprägt von Pluralität, von wachsender Säkularisierung. Diese neue Form des Religionsunterrichts will einfach auch Lebenswirklichkeit abbilden und die Schülerinnen und Schüler eben darauf vorbereiten, wie es ist, auch in einer neuen Welt zu leben. Es ist wichtig, sich in einer sich weitaus differenzierenden Gesellschaft zurechtzufinden und einfach gut miteinander umzugehen. Von daher hat es durchaus auch etwas mit Demokratieförderung zu tun, dass man sich gegenseitig zuhört. Das wird ja immer wichtiger. Es gibt einige Schulen in Hessen, die das Angebot ab diesem Schuljahr schon nutzen. Wir haben durchaus Rückmeldungen aus vor allen Dingen ländlichen Gebieten von Schulen, die sagen, Mensch, das ist genau das, worauf wir seit Jahren gewartet haben, weil wir es wichtig finden, dass die Schülerinnen und Schüler dialogisch lernen und dass sie nicht so isoliert ihren Glauben besprechen, sondern auch wirklich im Austausch. Und wie sieht es mit den Lehrplänen aus für den evangelischen und katholischen Religionsunterricht? Passen die denn noch zu diesem neuen Modell? Allerdings ist es absolut gewährleistet, dass die Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe auch erfolgreich am dann wieder konfessionell getrennten Unterricht mitarbeiten und auch das Landesabitur schreiben können, denn die Curricula, also die Lehrpläne, bleiben bestehen. Sie behalten ihre Gültigkeit. Das bedeutet, der evangelische Lehrplan gilt und der katholische Lehrplan gilt weiterhin. Es ist ein sogenannter Kompetenzrahmen. Der ist schon entwickelt worden. Der besteht im Wesentlichen eben aus einer Synopse dieser beiden Curricula, wo ganz deutlich ersichtlich die vielen Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede gekennzeichnet sind. Und darauf basiert dann auch die Fortbildung, die angeboten wird. Das heißt, die Lehrkräfte werden dazu angehalten, sehr konfessionssensibel eben die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede auch in den Blick zu nehmen und den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln. Wichtig ist, es ist eine Option. Daneben gibt es auch weiterhin viele Schulen, bei denen der Religionsunterricht getrennt stattfindet. Das Kultusministerium und die Kirchen, die haben jetzt diese Möglichkeit eben erweitert. Bis 2030 wollen sie das Ganze begleiten und dann prüfen, wie es ankommt.
© Sven Herget/Bistum Mainz
Sandfestival rund um St. Mauritius-Kirche
Kirche mal anders: Vom 9. Bis 15. August findet an der Familienkirche St. Mauritius in Frankfurt-Schwanheim das beliebte Sandfestival statt. Mit einem 15 Tonnen großen Sandkasten, Liegestühlen und vielen Mitmach-Aktionen bringt die Gemeinde Urlaubsfeeling direkt in die Nachbarschaft.
Auf dem Programm stehen unter anderem ein Familiengottesdienst, Konzerte, Cocktailabend, Spielplatzcafé und Karaoke. Das Sandfestival entstand während der Corona-Zeit – und ist inzwischen eine feste Sommertradition für Menschen jeden Alters. Hier findet ihr das komplette Programm.
Motorrad-Gottesdienst in Vellmar
Endlich wieder schönes warmes Sommerwetter. Ideal für eine Biker-Tour. Und das am besten zusammen mit anderen Motorrad-Fans. Dazu lädt die evangelische Kirchengemeinde am Samstag, 15.08., ab 14 Uhr in Obervellmar bei Kassel ein. Zu Beginn findet eine einstündige Ausfahrt statt, die am Evangelischen Gemeindehaus Obervellmar startet. Im Anschluss wird um 15 Uhr Gottesdienst mit Band in der Evangelischen Kirche Obervellmar gefeiert. Danach wird zu Kaffee und Kuchen sowie zu Benzingesprächen eingeladen. Hier findet ihr Kirche und Gemeindehaus Obervellmar: Schulstraße 12, 34246 Vellmar.
Ambulanter Pflegedienst im Kloster St. Hildegard
Die Abtei St. Hildegard in Rüdesheim geht neue Wege: Gemeinsam mit dem Pflegeunternehmen „Neue Humane Pflege“ gründet das Kloster einen ambulanten Pflegedienst. Er soll künftig sowohl die Ordensschwestern, als auch pflegebedürftige Menschen in der Region versorgen.
Die Gründung ist Teil eines größeren Zukunftskonzepts. Ziel ist es, das Kloster langfristig als Ort für Leben, Begegnung und Gemeinschaft zu erhalten. Für den neuen Pflegedienst werden ab sofort Mitarbeitende in verschiedenen Pflege- und Betreuungsbereichen gesucht.
- Pflegedienstleitung (PDL)
- Examinierte Pflegefachpersonen (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege)
- Pflegefachassistentinnen und -assistenten
- Pflegehilfskräfte
- Betreuungskräfte nach § 43b SGB XI
- Hauswirtschaftskräfte
- Ehrenamtliche sowie Personen für die Präsenz- oder Alltagsbegleitung
Interessierte können sich unter der E-Mail-Adresse kontakt@neue-humane-pflege.de bewerben.
Würzwisch: Kräuter mit Tradition
© Bistum Mainz
Zu Mariä Himmelfahrt am 15. August werden traditionell Kräuter gesammelt, zu einem sogenannten Würzwisch gebunden und im Gottesdienst gesegnet. Der Brauch erinnert an die Verbundenheit von Glaube, Natur und der heilenden Kraft vieler Pflanzen. Einer Legende nach fanden die Apostel im Grab Marias statt ihres Leichnams duftende Blumen und Kräuter.
Doch welche Pflanzen gehören in einen Würzwisch und wofür werden sie verwendet? Kräuterfrau und Kräuterpädagogin Angelika Hölz stellt im Video verschiedene Kräuter und ihre Wirkungsweisen vor.
Gottesdienst bei Pizza und Vino
Was haben Knoblauchöl, Tomaten und Segen gemeinsam? Auf den ersten Blick vielleicht nicht so viel, aber bei Toni’s Pizzeria in Wächtersbach gibt es am Freitag, den 14.08., genau das: frische Pizza in Kombination mit einem Gottesdienst.
Der Abend steht unter dem Motto „Insieme“, gemeinsam - dafür wurde sogar extra eine neue Pizzasorte geschaffen. Neben leckerer Pizza gibt es außerdem Live-Musik, eine Andacht, Segen und viele Gespräche.
Los geht es um 18:30 Uhr. Für den Gottesdienst braucht ihr keine Anmeldung, für eine Pizza allerdings schon. Infos zur Veranstaltung und Anmeldung dazu findet ihr hier.
„Innotizer“: Innovation als Appetizer im Workshop
Der „Innotizer“ ist ein dreistündiges Workshop-Format der Fachstelle Pastorale Innovation im Bistum Fulda. Er hilft Teams und Gruppen dabei, konkrete Projekte mit einer neuen Innovationsperspektive zu entwickeln.
In drei Stunden pro Workshop werden konkrete Arbeitsergebnisse und feste Schritte für die Umsetzung erarbeitet. Gedacht ist der Workshop für alle, die aktiv Kirche vor Ort mitgestalten wollen. Weitere Infos bekommt Ihr unter innovation@bistum-fulda.de
Schulfit im Gallus
© Element5 Digital/Unsplash
Die Schule geht wieder los! Mit dem Ende der Sommerferien beginnt für viele Kinder in Hessen ein neuer Lebensabschnitt – für rund 59.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler sogar der Start ins Schulleben. Doch nicht alle haben die gleichen Voraussetzungen.
Das Projekt „Schulfit“ der Pfarrei St. Hildegard im Frankfurter Gallus unterstützt Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren mit kostenloser oder kostengünstiger Nachhilfe und persönlicher Begleitung. Ziel ist es, Chancengleichheit zu fördern und Kindern einen gute Basis für ihre schulische Zukunft zu ermöglichen.
Wer das Projekt unterstützen oder mehr erfahren möchte, findet alle Informationen auf der Website der Pfarrei St. Hildegard.
Open Fridge in Kirche St. Apostel Frankfurt
In Deutschland landen etwa ein Drittel aller Lebensmittel in der Tonne. Um der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken, steht ein Kühlschrank und mehrere Regale in der ehemaligen Seitenkapelle der Frankfurter Kirche St. Aposteln. Hier ist ein Ort, zu dem alle Menschen Lebensmittel bringen und kostenlos mitnehmen können.
Dabei gibt es einige Regeln und Hinweise, so dürfen beispielsweise selbst zubereitete Speisen, Hackfleisch, roher Fisch, Alkohol/Energydrinks, selbst gesammelte Pilze oder sonstige leicht verderbliche Produkte nicht eingestellt werden. Der Offene Kühlschrank ist ein Projekt der Sozialpastoral der Pfarrei Sankt Bonifatius in Kooperation mit foodsharing. Mehr Infos dazu.