Sönke Wortmann bei Silvia am Sonntag im FFH-Talk
"Ich bin kein Kontrollfreak" - Sönke Wortmann im FFH-Talk bei Silvia
Nächste Woche kommt der Film „Die Ältern“ von Regisseur Sönke Wortmann in die Kinos - nach dem Bestseller von Jan Weiler. „Es ist nicht das erste Mal, dass wir miteinander gearbeitet haben. Er hat eine sehr gute Vorlage geliefert und weiß, dass Film ein anderes Medium ist, dass man gewisse Dinge ändern muss. Es war deshalb eine sehr problemlose Zusammenarbeit.“
Sönke Wortmann im Talk bei Silvia, Sonntag ab 10 Uhr.
“Kino ist einfach toll”
Für Wortmann ist das Drehbuch der Angelpunkt. „Es ist der Anfang von allem, und wenn der schon nicht stimmt, dann kann man noch so gute Filmmusik drüberlegen, noch so gute Schauspieler haben, dann wird das schwierig.“
Ein Kinobesuch bleibt für ihn einzigartig: „Das ist etwas anderes als die Mattscheibe. Man muss sich anziehen, irgendwohin fahren, eine Karte kaufen. Aber das lohnt sich. Gerade eine Komödie ist in einem relativ vollen Kinosaal ein besonderes Gemeinschaftserlebnis, man erlebt den Film ganz anders. Deshalb finde ich Kino nach wie vor so toll.“
Handlung von „Die Ältern“
Im Film „Die Ältern“ geht es darum, was kommt, wenn die Kinder von zu Hause ausziehen. Wortmann formuliert es so: „Wie geht es mit der Ehe weiter? Achtzehn Jahre waren die Kinder der Mittelpunkt, aber davor hat die Hauptfigur Angst, und deshalb will er, dass alles so bleibt, wie es ist. Aber das geht nicht. Er muss sich verändern. Veränderung gehört zum Leben.“
Für Wortmann, der selbst drei Kinder hat, hat das ganz gut geklappt. „Es hat ja auch Vorteile. Man bekommt ja einen ganz neuen Blumenstrauß an Möglichkeiten und Freiheiten. Zeit für Dinge, die man lange nicht machen konnte. Wir haben das gut hingekriegt, weil wir das jetzt anders nutzen.“
"Film und Fußball haben viele Gemeinsamkeiten"
Wortmann, der sich selbst als „Fußballexperten, nicht Fußballfan“ bezeichnet, sieht im Filmemachen viele Parallelen zum Fußball. „Film ist ein Mannschaftssport, es sind die ähnlichen Mechanismen. Alleine schaffst du es nicht, nur gemeinsam kriegst du es hin.“
Die große Gemeinsamkeit zwischen Fußball und Film sei ihm auch beim Film „Deutschland. Ein Sommermärchen“ noch mal so richtig klar geworden.
Erfolge und Niederlagen
Obwohl er viele erfolgreiche Kinofilme gemacht hat, gab es auch mal weniger Erfolg. „Ich kann auch Flops“, erzählt er im Gespräch mit Silvia Stenger. „Es tut weh, besonders bei einem Film, der einem besonders wichtig ist, aber da muss man durch. Niederlagen gehören dazu, wie im Sport.“
Teamarbeit und loslassen können
Wortmann liebt beim Film die Teamarbeit und kann loslassen. „Ich wusste immer, was ich nicht kann. Meine Schwächen sind technischer Art: Lichtgestaltung, Ton. Aber dafür habe ich Leute, die das sehr gut können. Ich kann sehr gut loslassen. Ich bin kein Kontrollfreak."