Salzburg-Krimi-Schauspieler Fritz Karl bei Silvia am Sonntag
Schauspieler Fritz Karl bei FFH - "Humor ist so wichtig in einer Beziehung"
„Wollte das einfach mal ausprobieren“, so beschreibt Schauspieler Fritz Karl seine Erfahrung mit dem ersten Drehbuch für den Salzburgkrimi „Tod am Wolfgangsee“, bei dem er einen Gerichtspsychologen spielt. „Für mich war das eine tolle Erfahrung. Ich habe ja in meinem Leben schon viele Drehbücher gelesen, gute und schlechte - und weiß natürlich, worauf man aufpassen soll.“
Was ein gutes Drehbuch ausmacht
Was unterscheidet ein gutes von einem schlechten Drehbuch? „Ein gutes Drehbuch nimmt einen mit. Man fängt nicht an, über Sachen nachzudenken, ob etwas logisch ist oder nicht, man bleibt dabei. Man verliert sich darin, wird abgeholt und mitgenommen, dann funktioniert es.“
Drehen in der Heimat
Der am Traunsee aufgewachsene Karl drehte in seiner eigenen Heimat und genießt es. „Das Salzkammergut ist eine unglaublich schöne Gegend.“ Auch für einen Kurzurlaub ideal. „Das gesamte Salzkammergut ist wirklich schön zu bereisen. Ich kann den Traunsee empfehlen, rund um den Wolfgangsee ist es schön, der Fuschlsee, ein türkisfarbener See. Man kann fantastisch wandern, bergsteigen, eine gesegnete Gegend. Ruhe, Kultur, es ist alles da - es ist fein.“
Stolz und Bewunderung für seine Ehefrau
Fritz Karl, der mit Elena Uhlig verheiratet ist, erzählt im Gespräch mit Silvia Stenger, dass es mit ihr nie langweilig wird. „Ich bin total stolz auf die Uhlig, das ist ja fantastisch, was die alles macht, was die in den letzten Jahren angeschoben hat, ihre Modelinie, ihren Shop, die Frau Uhlig Marke. Bewundernswert, das wollte die immer machen. Das Tolle ist, es kommt jeden Tag eine andere Idee.“
Wichtig für eine Beziehung: „Humor, ohne den geht es nicht.“ Und es helfe auch, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. „Wenn man das macht, ist es immer fürchterlich.“
Karl, der sieben Kinder hat, mit Elena Uhlig vier, hält viel von der Erziehung zur Selbstständigkeit. „Kinder sollten zu einer großen Eigenständigkeit erzogen werden. Man sollte sie unterstützen darin. Das Einzige, worauf man aufpassen muss, ist das Smartphone, dass sie darin nicht versinken.“
Kindheit am Traunsee
Die Eltern von Karl hatten einen Gasthof am Traunsee. „Wir Kinder mussten mithelfen“, aber es war eine unglaublich schöne Kindheit. „Ich bin als Kind jeden Tag Ski gefahren bis in die Nacht und im Sommer gab es den See zum Baden.“
Seinen Eltern ist er dankbar, dass sie von ihm und seinen Geschwistern nicht erwartet haben, den Betrieb zu übernehmen. „Sie haben uns freigestellt, was wir machen wollen. Eines der großen Geschenke meiner Eltern an uns Kinder, dass sie uns diese Wahl überlassen haben.“
Fliegenfischen und Kochen als Ausgleich
Der gut beschäftigte Schauspieler entspannt beim Fliegenfischen und beim Kochen. „Ich bin ein sehr guter Koch. Kochen und gut essen war bei uns zu Hause ganz, ganz wichtig. Ich gebe das auch an meine Kinder weiter. Die können alle kochen, auch die Kleinen. Kochen ist eine unglaublich schöne kreative Beschäftigung. Neben dem Fliegenfischen ist es das, was ich mache, wenn ich viel Stress habe.“
Über seine Schauspielkollegin Anna Loos
Im Salzburgkrimi spielt er zusammen mit Anna Loos. „Mit Anna Loos zu drehen ist immer ein großartiges Vergnügen. Ich mag sie auch als Mensch, ich freue mich, wenn wir uns sehen.“ Das sei auch beim gemeinsamen Spielen hilfreich. „Wenn man gleich schwingt, Vertrauen zueinander hat, wenn man den Partner schätzt und vertraut - dann ist es toll. So ist es mit der Anna.“