Mark Forster bei Silvia am Sonntag
Über Musik, TikTok und Fußball - Mark Forster bei 'Silvia am Sonntag'
Sänger und Musiker Mark Forster, der in diesem Sommer auf Tour geht und Ende September ein neues Album herausbringt, hat mittlerweile deutlich jüngere Fans: „Früher war es so, dass die Leute in der Bäckerei mal ein Selfie wollten, jetzt mache ich eher so einen kleinen Bogen um den Schulhof."
Mark Forster im Talk bei Silvia, Sonntag ab 10 Uhr.
Plötzlich auch cool für Jüngere
Wie kam es, dass er plötzlich cool wurde? „Ich glaube, das Uncoolste der Welt ist ja, über seine eigene Coolness zu sprechen, aber ja, es ist crazy. Weil die älteren Menschen haben mich eher im Kopf mit dieser anderen Kappe, mit so einem hochgeklappten Schirm und einer anderen Brille. Die erkennen mich teilweise gar nicht. Und alle unter 20 schon. Das ist schon crazy."
“Es bleibt besonders, sein eigenes Lied im Radio zu hören”
Obwohl sein Fokus in letzter Zeit das Internet war, schätzt er Radio. „Es ist ein gutes, sehr, sehr schönes Medium." Und es sei immer noch besonders, seine eigenen Lieder im Radio zu hören. „Es ist nicht mehr so, dass ich glaube, einen Herzinfarkt zu bekommen, aber es bleibt besonders, etwas zu hören, was man selber in- und auswendig kennt, und gleichzeitig hören eine Menge andere Leute dabei zu."
Mark Forster mag keine Schubladen für seine Musik. „Ich finde es keinen krassen Widerspruch, dass ich ein Lied mache wie ‚Chöre', das auf dem Oktoberfest läuft. Und gleichzeitig auch eins wie ‚Kogong', was wir in den Abbey Road Studios aufnehmen. Ich finde, das geht."
Neue Single: Ein Lied
TikTok: Mehr als nur Oberflächlichkeit
Wichtig, auch bei TikTok, sei es, auch mal Tiefe zu schaffen. „Es wird ja von der Generation der Eltern, dieses TikTok, immer so negativ dargestellt. Aber da findet ja genauso auch Tiefe statt. Trotz aller Massentauglichkeit wollte ich immer, dass das irgendwie eine zweite Ebene hat. Vielleicht sogar eine dritte manchmal. Und das geht mit TikTok auch. Es ist einfach nur ein weiteres Medium."
Soziale Medien: Jugendliche kennen die Risiken
Mark Forster, der viel mit jungen Menschen zu tun hat, glaubt, dass sie sehr genau wissen, wie die sozialen Medien funktionieren, und sich auch der Gefahren bewusst sind. Eine Altersbeschränkung hält er für schwierig. „Ältere haben doch genauso ein Problem damit. Ich glaube, dass man sich da viel Gedanken drum machen muss, über das Für und Wider. Also ich glaube, das Problem ist ein anderes. Und nicht das Alter."
Leidenschaftlicher FCK-Fan – mit gemischtem Erfolg
Forster, der in Kaiserslautern geboren ist, ist ein großer Fan des 1. FCK, obwohl es eigentlich besser ist, wenn er nicht im Stadion ist. „Weil meistens, wenn ich dabei bin, wird verloren … Ich bin ja wirklich durch das Tal der Tränen gegangen mit dem FCK." Und wenn es auch mit dem Aufstieg dieses Mal nicht klappt: „Ich finde die zweite Liga ja auch tendenziell spannender. Trotzdem hätte ich schon gerne, dass die mal wieder aufsteigen."
Hoffnung als Talent
Forster sieht die Probleme, in denen wir politisch und gesellschaftlich stecken, aber am Ende würde er sich als hoffnungsvoll beschreiben. „Ich weiß nicht, ob ich hoffnungsvoller bin als jeder andere Mensch auch. Aber ich habe ein Talent dafür, Hoffnung und Zuversicht zu vertonen. Das ist mein Talent."