Neue PV-Anlage auf dem Dach - Feuerwehr Bad Hersfeld unter Strom
Die Feuerwehr in Bad Hersfeld produziert ihren Strom bald zu großen Teilen selbst. Auf dem Dach der Hauptfeuerwache wird eine neue Photovoltaikanlage installiert, die durch zwei große Batteriespeicher ergänzt wird. Gespendet wurde das System von einer Stiftung aus Kassel.
Die Anlage liefert den Angaben zufolge eine Leistung von gut 30 Kilowatt-Peak. Damit der Strom auch nachts oder bei schlechtem Wetter genutzt werden kann, stehen der Feuerwehr zwei Batteriespeicher zur Verfügung. Etwa 85 Prozent des erzeugten Solarstroms sollen künftig direkt vor Ort auf der Wache verbraucht werden, heißt es von der Stadtverwaltung.
Neues Dach für die Feuerwehr
Bevor die Handwerker die Solar-Module montieren konnten, musste allerdings das Dach saniert werden. Auf rund 300 Quadratmetern wurde laut Stadt eine neue, nicht brennbare Dämmung sowie eine frische Abdichtung verlegt. Die Kosten für diese Vorarbeiten belaufen sich auf rund 90.000 Euro, von denen ein Teil durch Bundesmittel gefördert wird. Auch die elektrische Hauptverteilung der Wache wurde im Vorfeld für über 30.000 Euro erneuert.
Weitere städtische Gebäude im Blick
Gestiftet wurde die Photovoltaikanlage von der Kasseler cdw Stiftung. Sie will Kommunen bei der regionalen Energiewende unterstützen. Die durch den Eigenstrom eingesparten Energiekosten sollen laut Stiftung künftig direkt wieder in neue, nachhaltige Projekte der Stadt fließen. Das Projekt auf der Feuerwache ist dabei den Angaben zufolge nur der Auftakt. In den kommenden Jahren sollen weitere städtische Gebäude in Bad Hersfeld identifiziert und mit Solaranlagen ausgestattet werden.
Sanierung bei laufendem Betrieb
Die neue Stromquelle auf dem Dach ist Teil eines deutlich größeren Vorhabens. Die Stadt Bad Hersfeld investiert laut eigenen Angaben insgesamt rund zwei Millionen Euro in die energetische Sanierung der Hauptfeuerwache. Die Arbeiten an dem Gebäude aus den späten 1970er-Jahren finden dabei komplett im laufenden Betrieb der Einsatzkräfte statt.