Tipps vom Gartenexperten - So erholt sich verbrannter Rasen wieder
Gärtner Olli Simon kennt sich mit allem aus, was draußen wächst und gedeiht. Gerade in heißen und trockenen Sommern zeigt sich auf vielen Rasenflächen statt sattem Grün jedoch ein braunes Bild. Neben Trockenheit können auch eine falsche Düngung oder eine ungeeignete Kalkgabe den Rasen schädigen. Wie ihr verbrannten Rasen retten könnt, lest ihr hier!
Toter Rasen ist nicht tot
Die gute Nachricht zuerst: Verbranntes Gras ist nicht tot und erholt sich im Normalfall wieder von selbst. Gärtner Olli Simon sagt im FFH-Interview: „Dass der Rasen im Sommer verbrannt aussieht, ist an sich ganz normal. Spätestens im neuen Jahr kommt der Rasen dann wieder.“ Manchmal bleiben kahle Stellen bestehen. Aber die könnt ihr easy ausgleichen, indem ihr dort gezielt neue Rasensamen einsät.
Dem verbrannten Rasen hilft es, wenn im Herbst die Regenperiode einsetzt. Dann kann sich das Gras erholen und neue Kraft tanken. Allerdings: „Wenn der Boden durch die lange Trockenheit so fest ist wie jetzt, läuft das Wasser immer nur oberflächlich ab."
Rasen verbrannt durch Dünger
Nicht nur Hitze kann dem Rasen schaden. Auch eine zu hohe Düngermenge oder das Düngen bei starker Sonneneinstrahlung kann sogenannte Verbrennungen verursachen. Dabei entzieht der Dünger den Gräsern Wasser, die Halme werden gelb oder braun.
Rasen verbrannt durch Kalk
Auch Kalk kann Schäden verursachen. Allerdings meist nur dann, wenn zu viel davon ausgebracht wurde oder der Boden gar keinen Kalk benötigt. Bevor ihr kalkt, solltet ihr deshalb den pH-Wert des Bodens bestimmen. Eine Bodenanalyse zeigt, ob Kalk überhaupt notwendig ist. Zu viel Kalk kann das Bodenleben und die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen.
Wichtig: Boden auflockern
Deshalb sei es wichtig, den Boden aufzulockern. Zum Beispiel mit einem Vertikutierer oder einer Sternfräse. So kommt Luft ans Gras und Wasser kann in den Boden sickern.
Praktisch und zuverlässig: Die vier speziell geformten Sternräder sorgen für eine besonders feine Krümelung des Bodens, damit das Saatgut problemlos gesetzt werden kann und schnell keimt
Besonderer Korrosionsschutz: Die Sternfräse ist aus hochwertigem Qualitätsstahl gefertigt, die Halterung zusätzlich mit Duroplast beschichtet und die Sternmesser verzinkt
Flexibel einsetzbar: Die Sternfräse kann mit jedem Gardena combisystem-Stiel kombiniert werden und ist somit individuell an Ihre Bedürfnisse anpassbar
Was tun? Rasen mag Schatten
Wer nur eine kleine Rasenfläche hat, der kann seinem Gras ein Zelt aufstellen. Kein Scherz: „Die Zeltplane sollte natürlich nicht direkt auf dem Rasen liegen. Aber wenn man ein Zelt hat, dann lohnt es sich, den Rasen so etwas zu beschatten. Das bringt auf jeden Fall etwas“, rät Gartenexperte Olli Simon.
Warum wächst Unkraut trotzdem weiter?
Bleibt da noch die Frage nach dem lästigen Unkraut. Wie kann es eigentlich sein, dass der schöne Rasen jämmerlich verbrennt und das nervige Unkraut weiterhin wächst und gedeiht, als sei nichts? „Unkräuter fühlen sich bei dem trockenen Wetter gerade leider richtig wohl“, sagt der Gartenexperte. Vor allem Hirse ist da am Start. Hirse sieht aus wie Gras, hat aber wuchtigere Halme und verdrängt so schnell den guten Rasen. Zwar ist Hirse nicht in der Lage, dem Frost im Winter standzuhalten. Allerdings haben die Pflanzen die Fähigkeit, Samen fürs nächste Jahr in der Erde anzulegen.
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Wie lange dauert der Kampf gegen Unkraut?
Übrigens: Wer glaubt, nach einem Jahr großangelegtem Kampf gegen das Unkraut selbigen gewonnen zu haben, der irrt. Unkraut kann bis zu 30 Jahre im Boden überleben und dann erst keimen. Trotzdem lohnt es sich, Unkraut zu jäten, sobald ihr es seht. Euer Rasen wird es euch danken.