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18.10.2022, 10:52 Uhr
Fruchtig und bunt im Tee-Becher -
Tee-Wissen und Trends für den Herbst
"Heiße Winterlust", "Kaminträume" und "Merry Zimtmas". Ja, es ist wieder diese Zeit des Jahres, in der sich Hessen leckere Heiß-Getränke mit echt schrägen Namen brühen: Herbstzeit ist einfach Tee-Zeit. Und auch wenn es absurd klingt: selbst bei solch einem traditionellen Getränk gibt es regelrechte Trends. In diesem Jahr sind beispielsweise verrückte Fruchtsorten und bunte Farben im Becher richtig hip.
Wer dieses Jahr mal frischen Schwung in das Teeregal bringen möchte, greift zu fruchtigen Teesorten wie Feige-Zitrone, Mango Christmas oder Mandarinenkuss.
Auch wer zu Geschmackssorten wie Cranberries, Erdbeere oder Himbeere greift, liegt voll am Puls der Zeit. Aber nicht nur Früchte-Tees sind dieses Jahr in aller Munde, auch Morgenmuffel und "Spät in die Gänge"-Kommer haben ihren Favoriten...
Mate-Tee: Ein südamerikanischer Klassiker
Mate-Tee ist schon längst mehr als ein Trend und der alternative Koffein-Booster wird nur noch beliebter. Nicht ohne Grund: Mate-Tee ist eine regelrechte Vitaminbombe. Das leicht bittere Getränk liefert nicht nur wertvolles Vitamin A, B1 und B2 sowie Vitamin C, sondern auch Kalzium, Eisen, Kalium und Zink.
Der Vorteil zu Kaffee: Das enthaltene Koffein ist nicht nur äußerst belebend und kreislauffördernd, ein typischer Koffein-Crash wie beim Kaffee bleibt bei Mate aus.
Zum Nachhören: Tee vs. Kaffee
Macht Tee oder Kaffee wacher?
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Auf alle Fälle ist es so, wenn man Tee trinkt, schwarz oder Grün Tee, die natürlich Tein beinhalten, langsam steigt der Teinspiegel im Körper, hält sich und geht auch langsam runter. Beim Kaffee ist es so, dass das ganz schnell nach oben geht und genauso schnell wieder abfällt. Von daher trinken sehr viele Studenten natürlich Tee, weil sie ihren Spiegel behalten möchten.
Es wird bunt im Becher
Lebensmittel, die richtig frische und satte Farben auf den Tisch bringen oder stylischen Farb-Paletten folgen, liegen gerade voll im Trend.
Ob ein knalliges Pink, sattes Rot oder ein beruhigendes Grün - auch bei Tees ist mittlerweile alles möglich. Farben spielen in unserer Ernährung nämlich eine wichtige Rolle und können Genuss- und Geschmackserlebnisse noch besonderer machen. Vorbei sind also die Zeiten von braunem Gebräu.
Zum Nachhören: Das kleine Tee-ABC
Die richtige Aufbewahrung für Tee
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Sie können in einer Tee-Dose aufbewahren, was natürlich auch in der Küche immer ganz gut aussieht. Aber die Tees, die im Fachgeschäft eingetütet werden, sind alle in einer Aromaschutz-Tüte. Und da können Sie das wunderbar auch drin aufbewahren.
Woran erkennt man "guten" Tee?
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Wenn Sie in ein Tee-Fachgeschäft gehen, haben Sie immer gute Tees. Also ich kenne kein Fachgeschäft, das minderwertige Ware kauft. Es ist natürlich anders im Supermarkt. Da will ich jetzt auch nicht sagen, dass der Tee nicht gut ist, sondern qualitativ sind die Teeläden doch, sie sind frischer. In den Teeläden wird der Tee gekauft. Man hat auch erst nachbestellt, wenn die Dosen recht leer sind. In der Regel haben Teeläden keine große Lagerhaltung. Das heißt, der Tee lagert auch nicht ab. Der verliert nicht so viel Aroma.
Was ist die perfekte Ziehzeit für Tee?
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Also Ziehzeit ist so, in der Regel Schwarzfrüchte, Kräutertees, die werden mit kochendem Wasser überbrüht. Bei Früchtetee sagt man 8 bis 10 Minuten, Räubuschtee 3 bis 4, Kräuter 7 bis 10 und beim Schwarztee 3 Minuten. Beim Grüntee ist es ganz wichtig, dass man den Grüntee runterkühlen sollte, 75 bis 80 Grad und die Ziehzeit 2 bis 3 Minuten.
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Wenn man weiches Wasser hat, ist das alles gar kein Problem. Da braucht man auch gar nichts machen. Allerdings, wenn man kahlkaltiges Wasser hat, dann ist es von Vorteil, man filtert es durch mit dem Wasserfilter. Da gibt es verschiedene Firmen, die diese Wasserfilter anbieten. Und dadurch haben sie immer den gleichbleibenden Geschmack.
Zucker vor oder nach dem Tee-Brühen?
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Ich für mich trinke gar keinen Zucker im Tee, ich würde ihn aber vorher rein machen.
Wie lange ist Tee haltbar?
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Tee hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum, das heißt Tee wird nicht schlecht. Aroma verliert er nach circa einem dreiviertel Jahr bis einem Jahr. Sie können aber auch Winter-Weihnachtstee nach zwei Jahren noch trinken und schmecken trotz allem dieses Aroma raus. Aber wie gesagt, der Tee wird nicht schlecht. Sie können auch nach fünf Jahren ihren Tee noch trinken. Es ist gar kein Problem. Sie schmecken dann natürlich vielleicht nicht das Mandelmarzipan, was am Anfang drin war.
Im Trend: Chakren-Tee
Der Begriff Chakra stammt aus dem Sanskrit, dem Alt-Indischen, und bedeutet wörtlich übersetzt "Rad" oder "Kreis". Die Chakren sind die feinstofflichen Energiezentren unseres Körpers. Man kann sie sich quasi als sich drehende Wirbel im und außerhalb des Körpers vorstellen: ebenso wie die "Seele" haben die Chakren also keinen "organischen Sitz".
Mit sogenannten Chakren-Tees kann man harmonisierend auf die sieben Haupt-Chakren (das Wurzelchakra, das Sakralchakra, das Nabelchakra, das Herzchakra, das Hals- oder Kehlkopfchakra, das Stirnchakra/"Drittes Auge“ und das Kronenchakra) einwirken.
Diese Gewürztees enthalten die typischen Chai-Gewürze Zimt, Ingwer, Fenchel, Nelken, Kurkuma, Pfeffer und Kardamom und wärmen nicht nur angenehm von innen, sondern schmecken auch wunderbar exotisch.
Chakren-Tee ist das Trendgetränk für den Herbst
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Unser Chakran-Kräutertee ist sehr beliebt, der ist ohne Aroma. Der Kräutertee hat den Vorteil, man kann ihn abends wunderbar trinken, natürlich auch tagsüber, er hat ja kein Tein. Es ist etwas Ingwer drin, es sind Rosenblüten drin, es sind wirklich Brombeerblätter, Zutaten, wo man einfach ein sehr, sehr schönes Aroma zaubern kann, ohne dass wirklich ein Geschmack vortritt.
DIY: Tee selber machen
Leckeren Apfel-Tee muss man nicht für teures Geld im Supermarkt kaufen, sondern kann das süßliche Getränk auch einfach selbst machen. Dazu schneidet ihr die Äpfel in Scheiben - gerne auch mit Schale - legt sie auf einem Blech aus und lasst sie für ungefähr vier Stunden im Ofen bei 50°C trocknen.
Danach übergießt ihr die gewünschte Menge mit heißem Wasser, lasst das Ganze zehn Minuten ziehen und schon ist euer Apfel-Tee fertig. Die Menge bleibt dabei euch überlassen, je nachdem wie intensiv der Apfelgeschmack sein soll.
Alternativ könnt ihr auch einen Tee aus frisch gesammelten Brennnesseln selber machen. Diese übergießt ihr in einem Teesieb mit heißem Wasser und lasst das Ganze nur eine Minute ziehen: Fertig!