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Naturgefahren-Versicherung: Brauche ich das?

Versichert gegen Naturgewalten - Experte sagt: "Diese Police ist wichtig!"

© dpa

Entstehen am Haus Schäden durch beispielsweise Starkregen, greift die Naturgefahrenversicherung, die auch als Elementarschadenversicherung bekannt ist.

Schwerwiegende Schäden am Haus durch heftige Unwetter häufen sich immer mehr. Schützen kann man sich vor den Naturgewalten nur schwer. Ist es also sinnvoll, eine Elementarschadenversicherung abzuschließen? Wir haben mit einem Experten gesprochen.

Hermann-Josef Tenhagen ist Chefredakteur und Geschäftsführer beim Ratgeber "Finanztip". Er kennt sich mit dem Thema Zusatzpolice aus und verdeutlicht im FFH-Interview, dass eine Versicherung gegen Elementarschäden keine schlechte Idee ist: "Als Hausbesitzer würde ich mir definitiv so eine Police zulegen und als Mieter nur dann verzichten, wenn zu meiner Wohnung kein Keller gehört."

Bei uns in Hessen ist es nicht Pflicht, eine Naturgefahrenversicherung abzuschließen. Deshalb haben auch nur rund ein Drittel aller Häuser hier durch solch eine Versicherung geschützt. Anders in Baden-Württemberg: Dort sind es ganze 94 Prozent, weil bis 1994 Elementarschadenversicherungen zwingend abgeschlossen werden mussten.

Naturgefahrenversicherung: Was ist das? 

Aber was genau ist die Elementarschadenversicherung? Sie ist eine Zusatzpolice, die angekoppelt an die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden kann. Die Gebäudeversicherung greift beispielsweise im Falle von Blitzeinschlag, bei Sturm- und Feuerschäden oder bei Schäden durch Leitungswasser. Soll das Haus oder die Wohnung zusätzlich gegen Schäden durch Starkregen, Erdrutsche, Lawinen oder sogar Vulkanausbrüche abgesichert sein, muss eine Versicherung gegen Elementarschäden abgeschlossen werden. Die kostet im Schnitt um die 100 Euro jährlich, kann in Risikogebieten aber auch schnell mal um die 1000 Euro kosten.

Tipp: Versicherung immer selbst kündigen

Kommt es tatsächlich zum Schaden, greift die Versicherung. Infolgedessen kann es allerdings sein, dass die Versicherungssumme steigt und der Versicherte weitere Vorkehrungen treffen muss, dass das Gebäude beim nächsten Starkregen besser geschützt ist. Allerdings sagt Hermann-Josef Tenhagen auch: "Wenn es innerhalb kurzer Zeit zu mehreren Schäden kommt, also beispielsweise zu drei Schäden in fünf Jahren, kann es durchaus sein, dass die Versicherung einem kündigt."

Wichtig ist dann, der Versicherung die Entscheidung abzunehmen und selbst zu kündigen. Aus einem ganz einfachen Grund: Wem schon einmal eine Versicherung gekündigt wurde, der kann in Zukunft schwerer neue Verträge abschließen.

Hast du eine Naturgefahrenversicherung?

Egal ob Mieter oder Hauseigentümer: Eine Versicherung gegen Elementarschäden kann für viele sinnvoll sein...

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Johanna Herdejost

Reporter:
Johanna Herdejost

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