Erster HSG-Heimsieg des Jahres - Wetzlar schlägt den BHC im Kellerduell
Solch ein Spiel hat die Buderus-Arena lange nicht mehr gesehen! Vor ausverkauftem Haus gewinnt die HSG Wetzlar das Kellerduell der Handball-Bundesliga gegen den Bergischen HC mit 33:29. Vor allem die starke Leistung in der zweiten Hälfte macht den Mittelhessen Mut - die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt.
Mit dem ersten Heimsieg in diesem Jahr verlässt Wetzlar erstmals seit November 2025 die Abstiegsränge in der HBL. Bei noch fünf ausstehenden Spielen beträgt der Vorsprung auf den 17. aus Minden jedoch nur einen Punkt.
Kompletter Fehlstart der HSG
“Wir sind noch nicht tot” - hatte HSG-Trainer Runar Sigtryggson vor der Partie am FFH-Mikro gesagt. Doch wie so oft in dieser Saison flatterten den Mittlehessen in der Anfangsphase die Nerven: Das Team um Kapitän Dominik Mappes fand kein Ankommen gegen die starke Abwehr des BHC, die vor einer Woche Meister Magdeburg im Pokalhalbfinale niedergerungen hatte.
Wechsel bringen die Wende
So zwang der deutliche 1:5-Rückstand Coach Sigtryggson schon nach sieben Minuten zur ersten Auszeit. Und die Umstellung der kompletten Rückraumachse sollte sich in der Folge bezahlt machen: Vor allem über die linke Angriffsseite strahlte die HSG mit Ahmed Nafea und Philipp Ahouansou deutlich mehr Torgefahr aus. So war es auch Ahouansou, der in der 24. Minute mit einem Strahl aus dem Rückraum die erste Wetzlarer Führung markierte.
Entfesselte Wetzlarer nach der Pause
Mit einem leistungsgerechten 15:15 ging es in die Kabinen - und was dann passierte, hätten in Wetzlar wohl nur die kühnsten Optimisten erwartet: Furios startete die HSG in Druchgang zwei und spielte den BHC mit einem 9:1-Lauf regelrecht an die Wand. Hinten verteidigte Wetzlar leidenschaftlich die Durchbruchs-Versuche der Gäste. Dazu vernagelten die HSG-Keeper Palicka und Suljakovic zeitweise ihr Tor.
Nur kurzes Zittern in der Schlussphase
Als Rückraumspieler Justin Mülller in der 45. Minute das 24:16 erzielte, hielt es in der Halle schon längst keinen mehr auf den Sitzen. Doch abschütteln ließen sich die Bergischen nicht. Weil Wetzlar sich vorne den ein oder anderen Fehler zu viel erlaubte, kamen die Gäste wieder auf drei Tore heran. Diesmal aber hielten die Nerven der HSG. Spätestens als Tristan Kirschner zwei Minuten vor Schluss den 7-Meter versenkte, war der so wichtige Sieg in trockenen Tüchern.