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«One Battle After Another» räumt bei Golden Globes ab

Auftakt von Trophäensaison - Erster Golden Globe für Timothée Chalamet

"One Battle After Another" ist der große Gewinner bei den Golden Globes. Nach dem Auftakt von Hollywoods Trophäensaison bleibt es bis zu den Oscars aber weiter spannend.

Der schräge, schwarzhumorige Politthriller "One Battle After Another" von Regisseur Paul Thomas Anderson hat bei den Golden Globes vier Trophäen abgeräumt. Mit einem Star-Aufgebot rund um Leonardo DiCaprio, Sean Penn und Teyana Taylor erzählt Anderson die Geschichte militanter linker Aktivisten, angeführt vor allem von selbstbewussten schwarzen Frauen. "One Battle After Another" holte den Top-Globe als beste Komödie, für Regie, für das beste Drehbuch und für Nebendarstellerin Taylor. Der Film war mit neun Nominierungen als Favorit ins Rennen gezogen.

In der Drama-Sparte setzte sich "Hamnet" von Regisseurin Chloé Zhao als bestes Filmdrama unter anderem gegen "Frankenstein", "Ein einfacher Unfall" und "Sentimental Value" durch. Die irische Schauspielerin Jessie Buckley, die in "Hamnet" die Frau von William Shakespeare spielt, die gemeinsam den Tod ihres Sohnes Hamnet verarbeiten müssen, gewann mit ihrer bewegenden Darstellung ihren ersten Golden Globe.

Erster Globe für Timothée Chalamet

Über seine erste Globe-Trophäe freute sich auch Timothée Chalamet (30). Er erhielt den Preis in der Sparte bester Hauptdarsteller in einer Komödie/Musical für seine Rolle als ambitionierter Tischtennisspieler in der Tragikomödie "Marty Supreme". Der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård gewann den Preis als bester Nebendarsteller. Der 74-Jährige überzeugte in dem Familiendrama "Sentimental Value" des Norwegers Joachim Trier in der Rolle eines Vaters, der von seinen Töchtern entfremdet ist.

Der Brasilianer Wagner Moura holte den Globe als bester Hauptdarsteller in einem Drama mit seiner Rolle in dem Thriller "The Secret Agent". Der brasilianische Film von Regisseur Kleber Mendonça Filho über einen Akademiker, der in den 1970er Jahren während der Militärdiktatur verfolgt wird, gewann auch den Golden Globe als bester nicht-englischsprachiger Film.

Deutsche gehen leer aus

Das Drama "In die Sonne schauen" der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski hatte es nicht auf die Nominiertenliste geschafft. Der Film um vier jungen Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf einem Bauernhof in der Altmark leben, ist Deutschlands Kandidat für die 98. Oscar-Verleihung im März.

Deutsche Hoffnungen wurden bei den Golden Globes diesmal enttäuscht. Chancen hatten Filmkomponist Hans Zimmer (68) mit seiner Musik für den Rennsportfilm "F1" und der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter (59) mit seiner Untermalung des Dramas "Hamnet". Doch der Globe für die beste Filmmusik ging an den Schweden Ludwig Göransson für den Soundtrack des Films "Blood & Sinners".

Großes Staraufgebot

Die Verleiher der Golden Globes preisen ihre Trophäenshow gerne als "Hollywoods Party des Jahres". Tatsächlich lockte die über dreistündige Gala viele Stars an. Ariana Grande lief in einer eleganten schwarzen Robe über den roten Teppich, Kate Hudson glänzte in Silber, Jennifer Lawrence zeigte reichlich nackte Haut. Auch George Clooney in Begleitung von Ehefrau Amal und Selena Gomez gemeinsam mit Benny Blanco waren unter den vielen Filmschaffenden und Stars, die an Fotografen vorbeiflanierten.

Vorgeschmack auf die Oscars?

Mit dem Globe-Sieg dürften "One Battle After Another" und "Hamnet" nun ihre Oscar-Chancen weiter verbessert haben. Die Abstimmung über die Oscar-Nominierungen beginnt am Montag, gleich nach Globe-Nacht. Mehr als 10.000 Mitglieder gehören der Oscar-Akademie an, damit stimmen deutlich mehr Juroren als bei dem kleinen Globe-Verband mit rund 400 Journalisten und Journalistinnen aus aller Welt ab.

Die Anwärter für Hollywoods höchsten Preis werden am 22. Januar verkündet. Die 98. Oscar-Verleihung soll dann am 15. März über die Bühne gehen.

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