Gefeuert: Toppmöller ist raus bei Eintracht Frankfurt
Toppmöller ist raus - Eintracht Frankfurt entlässt Trainer
Dino Toppmöller ist raus - bei Eintracht Frankfurt!
Nach intensiven Gesprächen haben sich die Verantwortlichen nach FFH-Informationen entschieden, den Trainer nach zweieinhalb Jahren zu entlassen. Der Klub hat das inzwischen auch offiziell bestätigt. Als Nachfolger werden interimsweise Alex Meier, der derzeitige U19-Trainer der Eintracht und Dennis Schmitt, der Trainer der U21 von Eintracht Frankfurt agieren. Schmitt soll dabei die Federführung übernehmen.
Krösche: “ Benötigen neuen Impuls”
In einem offiziellen Vereinsstatement bedauert Sportvorstand Markus Krösche die Entscheidung: “Dino Toppmöller hat sich jederzeit voll mit Eintracht Frankfurt identifiziert und täglich mit großer Leidenschaft für diesen Klub gearbeitet. Wir schätzen seine fachliche Kompetenz, seine Professionalität, seine akribische Arbeitsweise und seinen menschlichen Umgang mit der Mannschaft sehr.” Er macht aber auch klar: "Dennoch sind wir in der sportlichen Führung und gemeinschaftlich im Vorstand nach intensiver interner Bewertung zu der Überzeugung gelangt, dass wir aufgrund der rückläufigen Entwicklung in den letzten Wochen einen neuen sportlichen Impuls benötigen. Unserem Anspruch, als Eintracht Frankfurt für einen dynamischen, aggressiven und kompakten Fußball zu stehen, sind wir in dieser Saison bislang nur unzureichend gerecht geworden.“
Toppmöller hat Verständnis
Dino Toppmöller äußert Verständnis für die Entscheidung. Er sagt: "Ich hätte sehr gerne mit dieser Mannschaft weitergearbeitet und mich weiter den Herausforderungen, die da sind, gestellt. Aber ich akzeptiere die Entscheidung. Ich bin jeden Tag mit großer Leidenschaft und Freude zur Eintracht gegangen und bin, unabhängig der derzeit unbefriedigenden Situation, die zweifelsohne da ist, stolz auf das, was wir gemeinsam in den vergangenen zweieinhalb Jahren erreicht haben. Schade, dass es nicht gemeinsam weitergeht. Danke an alle, die an mich geglaubt haben, die mir diese Chance gegeben haben, mir lange das Vertrauen geschenkt haben. Danke allen Spielern, dem gesamten Trainer- und Funktionsteam, dem Vorstand sowie allen Mitarbeitenden im Klub. Es war mir eine Ehre. Ich wünsche der Eintracht ruhigere und vor allem erfolgreiche Zeiten.“
Alex Meier und Dennis Schmitt übernehmen interimsweise
Mit dem “Frankfurter Fußballgott”, Alex Meier und Dennis Schmitt übernehmen nun zwei Trainer aus dem Eintracht-Nachwuchsleistungszentrum interimsweise.. Alex Meier, der derzeit die U19 der Eintracht übernimmt dabei quasi die Co-Trainer-Rolle. Dennis Schmitt, der als Cheftrainer die U21-Mannschaft der Eintracht betreut, hat die Federführung. Sportvorstand Markus Krösche sagt: „Dennis Schmitt und Alexander Meier sind bereit, in dieser herausfordernden Situation Verantwortung für Eintracht Frankfurt zu übernehmen. Das gibt uns die erforderliche Zeit, die Trainerposition dauerhaft zu besetzen.“
Defensive als Dauerproblem
Toppmöller stand schon seit längerem in der Kritik. Vor allem die Defensiv-Probleme bekam er nicht in den Griff. In 18 Ligaspielen hat die Eintracht 39 Gegentore hinnehmen müssen. Allein den ersten drei Punktspielen des Jahres kassierten die Frankfurter neun Gegentore. Mit nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Spielen drohen die Hessen zudem, die Europapokal-Plätze aus den Augen zu verlieren.
Schon am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) sind die Frankfurter im Spiel bei Karabach Agdam in Aserbaidschan gefordert, das frühe Aus in der Champions League zu verhindern. Die nächste Liga-Partie bestreiten die Frankfurter am Samstag gegen die TSG Hoffenheim.
Nach Königsklassen-Ticket kriselte es
Der 45 Jahre alte Toppmöller war im Sommer 2023 nach Frankfurt gekommen und hatte als Cheftrainer die Nachfolge von Oliver Glasner angetreten, mit dem die Eintracht 2022 die Europa League gewann.
In der vergangenen Saison schaffte Toppmöller mit erfrischendem und attraktivem Offensivfußball als erster Frankfurter Coach überhaupt, das Champions-League-Ticket über die Bundesliga zu lösen. Doch in der laufenden Spielzeit konnte das Team unter Toppmöller an die Leistungen der Vorsaison nicht mehr anknüpfen.