Mysteriöser Unfall bei Wetzlar - Schneespur führt zu Fahrer im Gebüsch
Verräterische Spuren im Schnee sind einem Autofahrer auf der B49 bei Wetzlar zum Verhängnis geworden. Eine Polizeistreife fand zunächst nur einen verunfallten Mini Cooper, entdeckte den mutmaßlichen Fahrer aber kurz darauf in einem ungewöhnlichen Versteck.
Den Beamten fiel der beschädigte Wagen bei Wetzlar-Garbenheim auf. Der Mini stand unbeleuchtet und entgegen der Fahrtrichtung auf der Bundesstraße. Von Insassen fehlte vor Ort aber zunächst jede Spur.
Fußabdrücke führen ins Gebüsch
Doch die frischen Schuhspuren auf der schneebedeckten Fahrbahn gaben den Polizisten einen klaren Hinweis. Sie folgten den Abdrücken zu einem nahegelegenen Gebüsch. Dort saß der 33-Jährige und versteckte sich offenbar vor der Polizei.
Alkoholgeruch und keine Papiere
Der Mann hatte eine frische Schürfwunde im Gesicht, lehnte medizinische Hilfe aber ab. Dafür bemerkten die Ordnungshüter deutlichen Alkoholgeruch. Auf der Wache folgte eine Blutentnahme. Da er keinen Führerschein vorzeigen konnte, steht laut Polizei nun auch der Verdacht im Raum, dass er ohne Fahrerlaubnis unterwegs war.
Rutschpartie in die Leitplanke
Die Beamten gehen davon aus, dass der Wagen wegen der Alkoholisierung des Fahrers auf der glatten Straße ins Rutschen geriet und gegen die Schutzplanke krachte. Anschließend soll sich das Auto gedreht haben. Der Mini war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden, der Schaden liegt bei rund 3.000 Euro.