Sie waren für die Mama bestimmt - Junger Mann schmuggelt Schlangen im Flug
Eine ganz besondere Überraschung für seine Mutter hatte ein 20-Jähriger am Frankfurter Flughafen im Gepäck. Der Reisende versuchte, drei lebende Schlangen am Zoll vorbeizuschmuggeln, flog dabei aber auf.
Jetzt droht ihm ein Strafverfahren, die Tiere durfte er nach einer saftigen Zahlung aber behalten.
Rückflug von Thailand nach Frankfurt
Der junge Mann war laut Hauptzollamt aus Thailand über Dubai nach Frankfurt gereist. Bei der Gepäckkontrolle gab er zunächst an, keine anmeldepflichtigen Waren dabei zu haben. Als sein Koffer dann aber geröntgt werden sollte, knickte er den Angaben zufolge ein und beichtete den Beamten den ungewöhnlichen Inhalt.
Drei Schlangen in Stoffbeuteln
Die Zöllner baten den Reisenden daraufhin, seinen Koffer selbst zu öffnen. Darin kamen laut Zoll drei weiße Stoffbeutel zum Vorschein. In jedem von ihnen steckte eine lebende Regenbogenbaum-Schlange.
Tierisches Geschenk für die Mutter
Die Reptilien sollten laut den Dokumenten des Mannes ein Überraschungsgeschenk für seine in Deutschland lebende Mutter sein, heißt es vom Zoll. Ob diese sich über das tierische Mitbringsel gefreut hat, ist nicht überliefert. Sicher ist aber, dass das Präsent den Wert der erlaubten abgabenfreien Freimenge von 430 Euro deutlich überstieg.
Reisender präsentiert hohe Rechnung
Einen Kaufbeleg wollte der 20-Jährige laut den Beamten zuerst nicht haben, zog im weiteren Verlauf der Kontrolle dann aber doch eine Rechnung über 2.400 US-Dollar aus der Tasche. Der Zoll leitete infolgedessen ein Steuerstrafverfahren ein und erhob eine Sicherheitsleistung von 400 Euro. Zudem wurden knapp 400 Euro an Einfuhrabgaben fällig.
Schlangen dürfen weiterreisen
Immerhin gab es nach dem Schock keine weiteren rechtlichen Hürden: Da weder artenschutzrechtliche noch veterinärrechtliche Bedenken bestanden, gab es für die Schlangen grünes Licht. Nach der Zahlung aller Gebühren durfte der Mann die Tiere wieder einpacken und die Heimreise antreten.