Vorwurf sexuelle Nötigung - HNO-Arzt aus Frankfurt in U-Haft
Ein Arzt, der heilen soll, aber stattdessen Schmerzen zugefügt und Patienten sexuell genötigt haben soll: Ein Frankfurter HNO-Arzt sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in 14 Fällen.
Beamte des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main haben den 76-jährigen Mediziner festgenommen. Das Amtsgericht hatte zuvor einen Haftbefehl erlassen - wegen Wiederholungsgefahr, wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft mitteilte.
Was dem Arzt vorgeworfen wird
Laut Staatsanwaltschaft soll der HNO-Arzt über Jahre hinweg bewusst dafür gesorgt haben, dass seine männlichen Patienten bei Behandlungen besonders starke Schmerzen erlitten. Mutmaßlich legte er sich dabei auf die Männer und rieb sich an ihnen, um sich sexuell zu erregen.
14 Fälle über fast ein Jahrzehnt
Ermittelt wird wegen des Verdachts der besonders schweren sexuellen Nötigung in 14 Fällen, jeweils in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Die mutmaßlichen Taten verteilen sich laut Staatsanwaltschaft über den Zeitraum von 2016 bis 2025.
Weitere Vorfälle werden geprüft
Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen werden auch weitere ähnliche Vorfälle untersucht. Es gilt die Unschuldsvermutung.