Boris Rhein "geschmeichelt" von Bundespräsidenten-Debatte
Wer wird neuer Bundespräsident? - Boris Rhein "geschmeichelt" von Debatte
Im Januar 2027 wählt die Bundesversammlung ein neues deutsches Staatsoberhaupt. Auch der Name des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein fällt bei den Spekulationen immer wieder. Jetzt hat sich der CDU-Politiker dazu geäußert.
Gegenüber der "Bild am Sonntag" reagiert Hessens Ministerpräsident auf die Frage nach einer möglichen Kandidatur gewohnt vorsichtig. „Ich empfinde es als schmeichelhaft, in diesem Zusammenhang genannt zu werden. Es ist das höchste Staatsamt“, sagte Rhein der Zeitung.
Ehefrau hat ein Wörtchen mitzureden
Viel mehr wolle er aus der Debatte im Moment aber nicht machen. Er sei „einfach unglaublich glücklich“, Ministerpräsident von Hessen zu sein. Auf die Frage der "Bild am Sonntag", ob seine Frau bei seiner weiteren politischen Karriere ein Wörtchen mitzureden hätte, antwortete Rhein deutlich: „Ja. Natürlich. Auf alle Fälle.“
Entscheidung fällt erst im Herbst
Dass Rhein sich noch zurückhält, passt zum offiziellen Fahrplan in Berlin. Frank-Walter Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin wird am 30. Januar 2027 von der Bundesversammlung gewählt. Das Vorschlagsrecht für das Amt liegt bei der Union. Wie die CDU bereits klargemacht hat, wird sich die Partei aber noch Zeit lassen.
Laut "Bild am Sonntag" betonte auch Rhein: „Die Union wird zu gegebener Zeit über das Profil sprechen, über die Frage Mann oder Frau, und irgendwann auch über Namen.“ Nach dpa-Informationen streben Union und SPD einen gemeinsamen Kandidaten an - wollen die Personalie aber erst nach den ostdeutschen Landtagswahlen im Herbst 2026 festzurren.
Ruf nach einer Präsidentin wird lauter
Obwohl Rhein laut dpa-Berichten auch aus der Unions-Fraktion viel Zuspruch für das Amt bekommt, gibt es eine Hürde: Die aktuelle politische Stimmung. Aus SPD, Grünen und auch aus Teilen der Union wird vehement gefordert, dass nach zwölf Männern endlich die erste Frau Bundespräsidentin werden soll.
Am häufigsten fällt in diesem Zusammenhang der Name von Ilse Aigner (CSU). Die bayerische Landtagspräsidentin gilt aktuell als Top-Favoritin und erhält parteiübergreifend viel Lob. Neben ihr werden auch CDU-Bildungsministerin Karin Prien und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner als mögliche Kandidatinnen gehandelt.