Prozess-Start um Spendenbetrug - Mutter soll Krebs von Sohn erfunden haben
Das hat die ganze Region um Gießen geschockt. Eine Mutter 42 Jahre alt soll eine Krebserkrankung ihres Sohnes vorgetäuscht und damit 350.000 Euro Spendengelder eingesammelt haben. Ab heute steht sie nun vor dem Gießener Landgericht.
"Schaut nicht weg, jeder Euro hilft", hieß es den Angaben zufolge in einem mitleiderregenden Spendenaufruf, der in den sozialen Medien kursierte. Die Frau warb damit für eine angebliche Stammzellentherapie ihres Kindes. Auf einem dazugehörigen Foto war der Junge im Grundschulalter in einem Rollstuhl zu sehen.
Frei erfundene Diagnose
Mittlerweile ist jedoch bekannt: Der Junge hatte laut den Behörden zu keinem Zeitpunkt Krebs. Die angebliche Erkrankung an Hautkrebs und die später behaupteten Metastasen waren komplett vorgetäuscht, um die Spendenbereitschaft der Menschen auszunutzen.
Prozess vor dem Landgericht
Die Staatsanwaltschaft Gießen wirft der 42-Jährigen nun gewerbsmäßigen Betrug in 13 Fällen vor. Wie aus der Anklage hervorgeht, soll die Frau zwischen September 2021 und Oktober 2024 über verschiedene Plattformen im Internet gezielt um Geld geworben haben.