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Das sind die Corona-Regeln für Hessen

Testpflicht, Kontakte, Masken - Das sind die Corona-Regeln für Hessen

Keine Testpflicht mehr in der Innen-Gastronomie - und Veranstaltungen mit mehr Besuchern: Die neuen Corona-Regeln in Hessen gelten vorerst bis zum 19. August.

Allerdings greifen die Regeln nur bis zu einer Inzidenz von 35 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen in einem Landkreis. Steigt die Inzidenz darüber hinaus, muss der Kreis verpflichtend handeln. Welche Maßnahmen ergriffen werden, muss dann vor Ort entschieden werden, so Bouffier auf FFH-Nachfrage.

Das sind die Regeln im Überblick:

Veranstaltungen

  • Ohne Genehmigung im Innenbereich bis 750 Personen erlaubt - im Außenbereich bis zu 1500 Personen. Alles was darüber hinaus geht, muss vom Gesundheitsamt genehmigt werden und braucht ein Hygienekonzept.
  • Bei bis zu 100 Personen im Innenbereich gibt es keine Testpflicht. Darüber hinaus gilt eine Testpflicht.
  • Weniger als 25 Personen gelten im Sinne der Verordnung nicht mehr als Veranstaltung.
  • Bei Veranstaltungen ab 5000 Besuchern - z.b: beim Fußball -  dürfen Stadien mit 50 Prozent ausgelastet werden , aber mit maximal 25.000 Personen

Gastronomie / Hotels / Clubs

  • Im Innenbereich gilt weiterhin eine Maskenpflicht - außer am Sitzplatz, wo Abstandsregeln gelten
  • Negativtest bei touristischen Übernachtungen in Hotels weiterhin nötig - allerdings nur einmal beim Einchecken
  • Keine Testpflicht mehr für den Besuch von Innenbereichen von Restaurants oder Cafés
  • Tanzveranstaltungen dürfen weiterhin nur im Außenbereich stattfinden, hier sind aber nur noch fünf statt bisher zehn Quadratmeter Platz pro Person nötig. 

Schule

Präsenzunterricht an Hessens Schulen nach den Sommerferien - das ist das Ziel von Kultusminister Lorz. Darum gilt erstmal Folgendes:

Die ersten zwei Wochen nach den Ferien bleibt die Maskenpflicht auch während des Unterrichts bestehen. Danach gilt die Maskenpflicht nur in den Schulgängen oder bei Zusammenkünften wie Einschulungs-Feiern. Stoff-Masken sind künftig auch an der Schule nicht mehr zulässig, sondern nur medizinische Masken. Im Freien gibt es keine Maskenpflicht mehr.

Außerdem sollen die Corona-Tests dreimal pro Woche durchgeführt werden - bislang war das zweimal pro Woche der Fall. Damit soll laut Lorz verhindert werden, dass Reiserückkehrer die Infektionszahlen nach oben treiben.

Kita

Es gilt Regelbetrieb mit Hygienemaßnahmen. Die Gruppen können damit wieder gemischt werden. Die Maskenpflicht für die Kita-Fachkräfte entfällt.

Einheitliche Maskenpflicht

Die Maskenpflicht (medizinische Maske) besteht weiter in Innenräumen bis zum Sitzplatz sowie beim Einkaufen und im ÖPNV. Im Freien gilt keine Maskenpflicht. Das Tragen einer Maske wird aber weiter empfohlen, wenn Abstände nicht eingehalten werden können.

Sport / Fitness / Freizeit

  • Mannschaftssport ist weiter möglich.
  • Schwimmbäder dürfen mit Personenbegrenzung öffnen. Eine Anmeldung ist erforderlich.
  • Fitnessstudios können mit Kontaktdatenerfassung sowie Abstands- und Hygienekonzept öffnen.

Ausgangsbeschränkungen

Ausgangsbeschränkungen bleiben aufgehoben.

Arbeitsplätze

Für die Arbeitsplätze gelten keine landesrechtlichen Einschränkungen.

Kultur

Kulturveranstaltungen sind mit einem Hygiene- und Abstandskonzept drinnen und draußen möglich.

Körpernahe Dienstleistungen

Diese sind mit einer Maskenpflicht geöffnet. Voraussetzung sind die geltenden Hygienevorgaben und die Kontaktdatenerfassung.Die Vorlage eines Negativnachweises wird dringend empfohlen.

Einzelhandel

Alle Geschäfte können ohne Quadratmeterbegrenzung ihre Türen öffnen. Es gilt eine Maskenpflicht.

Clubs und Diskotheken

Im Außenbereich ist das Öffnen mit Auflagen wie der Testpflicht und einer Personenbegrenzung machbar - hier sind aber nur noch fünf statt bisher zehn Quadratmeter Platz pro Person nötig. Die Öffnung der Innenbereiche als Bar und Gastronomie ist erlaubt, nicht aber als Tanzveranstaltung.

ÖPNV

Die Maskenpflicht im Fahrzeug und in den Bahnhofsgebäuden bleibt bestehen.

Hochschulen

Es gilt der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Die Organisation und Ausgestaltung der hochschulischen Lehre liegen grundsätzlich in der Verantwortung der Hochschulen im Rahmen der geltenden Rechtsvorgaben. Die Hochschulen werden vor Ort umfassend informieren. Einzelfragen zur konkreten Planung des Lehr-, Studien- und Prüfungsbetriebsbetriebs und den Hygienemaßnahmen werden von der jeweiligen Hochschule beantwortet.

Prostitution

Diese ist mit einer Testpflicht, Hygienevorgaben und einer Kontaktdatenerfassung der Besucher möglich.

Eskalationskonzept

Sollten die Infektionen wieder zunehmen, können erneute Einschränkungen angeordnet werden. Das geschieht auf Basis des hessischen Eskalationskonzeptes:

  • Ab einer Inzidenz von 35 bis zu einer Inzidenz von 50
  • Ab einer Inzidenz von 50 bis zu einer Inzidenz von 100
  • Ab einer Inzidenz von 100

Mit einbezogen werden sollen laut Eskalationskonzept aber auch die Reproduktionszahl R, die Quote der Positiv-Testungen und der Impfstatus der Bevölkerung sowie der Anteil neuer Varianten und die Hospitalisierungsrate.

Liegt die Inzidenz fünf Tage in Folge unter dem jeweiligen Schwellenwert sollen die Beschränkungen im Regelfall wieder ab dem nächsten Tag zurückgenommen werden.

Welche Regeln in den Kreisen und kreisfreien Städten gelten, bestimmen sie selbst über die Allgemeinverfügungen. Folgende Regeln sieht das hessische Eskalationskonzept vor:

Unter Inzidenz 35

Die Lage wird regelmäßige analysiert. Bei Infektionsfällen werden die Kon­taktpersonen ermittelt. Infektionsketten sollen unterbrochen werden.

Ab einer Inzidenz von 35 bis zu einer Inzidenz von 50

Ist das Ausbruchsgeschehen nicht klar im Landkreis oder der kreisfreien Stadt eingrenzbar, werden folgende Maßnahmen per Allgemeinverfügung angeordnet. Bei einem klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen ist es möglich, dass einzelne Maßnahmen oder Beschränkung nur für betroffene Kommunen oder Einrichtungen gelten.

  • Teilnehmerbegrenzung für Veranstaltungen, Kulturangebote und größere Zusammenkünfte auf 500 Personen im Freien und 250 Personen in Innenräumen (zuzüglich Geimpfte/Genesene); die zuständige Behörde kann ausnahmsweise eine höhere Teilnehmerzahl bei Gewährleistung der kontinuierlichen Überwachung der Einhaltung der übrigen Voraussetzungen gestatten.
  • Einlass in geschlossene Räume bei Zusammenkünften, Fachmessen, Veranstaltungen und Kulturangeboten nur mit Negativnachweis nach unabhängig von der Teilnehmerzahl (d.h. auch bei mehr als 25 bis einschließlich 100 Personen)
  • Einlass in die Innengastronomie nur für Gäste mit Negativnachweis
  • Einlass in Spielbanken, Spielhallen und ähnlichen Einrichtungen sowie zum Aufenthalt in Wettvermittlungsstellen nur für Gäste mit Negativnachweis
  • In Übernachtungsbetrieben mit Gemeinschaftseinrichtungen die Vorlage eines Negativnachweises bei Anreise und bei längeren Aufenthalten einmal pro Woche.

Ab Inzidenz 50 bis Inzidenz 100

Ist das Ausbruchsgeschehen nicht klar im Landkreis oder der kreisfreien Stadt eingrenzbar, werden folgende Maßnahmen per Allgemeinverfügung angeordnet. Bei einem klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen ist es möglich, dass einzelne Maßnahmen oder Beschränkung nur für betroffene Kommunen oder Einrichtungen gelten.

  • Kontaktregel für den öffentlichen Raum: max. 10 Personen aus verschiedenen Hausständen oder zwei Hausstände, Kinder bis einschließlich 14 Jahre sowie Genesene und vollständig Geimpfte zählen nicht mit (entsprechende Empfehlung für private Wohnungen)
  • Alkoholverbot auf publikumsträchtigen öffentlichen Plätzen und in entsprechenden Einrichtungen
  • Maskenpflicht in Innenräumen öffentlich zugänglicher Gebäude (einschließlich Schulen auch am Sitzplatz) sowie in Bereichen, in denen die Mindestabstände nicht eingehalten werden können (insbesondere auf stark frequentierten Verkehrswegen und Plätzen wie beispielsweisen Fußgängerzonen)
  • generelle Homeoffice-Empfehlung
  • Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in Kitas
  • Einlass zu Veranstaltungen, Kultur- und Freizeitangeboten sowie größeren Zusammenkünften im Freien sowie in die Außengastronomie nur mit Negativnachweis
  • Teilnehmerbegrenzung für Veranstaltungen, Kulturangebote und größere Zusammenkünfte auf 200 Personen im Freien und 100 Personen in Innenräumen (zuzüglich Geimpfte/Genesene). Die zuständige Behörde kann ausnahmsweise eine höhere Teilnehmerzahl bei Gewährleistung der kontinuierlichen Überwachung der Einhaltung der übrigen Voraussetzungen gestatten.
  • für private Feiern in öffentlichen oder eigens angemieteten Räumen gelten die o.g. Veranstaltungsregeln
  • Zugangsbegrenzung im Einzelhandel: auf die ersten 800 qm Verkaufsfläche höchstens eine Kundin oder ein Kunde je angefangener Ver­kaufsfläche von 10 qm und auf die 800 qm übersteigende Verkaufsflä­che höchstens eine Kundin oder ein Kunde je angefangener 20 qm; für Einkaufs­zentren ist die jeweilige Gesamtverkaufsfläche maßgebend, tagesaktueller Negativnachweis empfohlen in Verkaufsstätten, die nicht zu Geschäften der Grundversorgung zählen.
  • Einlass in die Innenräume von Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie in Fitnessstudios nur mit Negativnachweis
  • Gastronomie: nur 10 Personen oder zwei Hausstände zuzüglich vollständig geimpfter oder genesener Personen sowie Kinder bis einschließlich 14 Jahre an einem Tisch bei entsprechenden Tischabständen, Negativnachweis auch in der Außengastronomie
  • Hotels: Testpflicht zweimal pro Woche sowie Beschränkung der Übernachtungskapazitäten auf 75 Prozent
  • Öffnung der Tanzlokale, Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen auch im Außenbereich nur als Bar/Gastronomie
  • körpernahe Dienstleistungen nur mit Negativnachweis

Über Inzidenz 100

Ist das Ausbruchsgeschehen nicht klar im Landkreis oder der kreisfreien Stadt eingrenzbar, werden folgende Maßnahmen zusätzlich zu den Maßnahmen der vorherigen Stufe per Allgemeinverfügung angeordnet. Bei einem klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen werden ist es möglich, dass einzelne Maßnahmen oder Beschränkung nur für betroffene Kommunen oder Einrichtungen gelten.

  • Kontaktregel für den öffentlichen Raum: max. zwei Hausstände, Kinder bis einschließlich 14 Jahre sowie Genesene und vollständig Geimpfte zählen nicht mit (entsprechende Empfehlung für private Wohnungen).
  • Einkaufen (außerhalb der Grundversorgung): Negativnachweis und Zugangssteuerung
  • FFP2-Maske (oder gleichwertig) im ÖPNV
  • Wechselunterricht in Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen (mit Ausnahme der Abschlussklassen und Förderschulen) sowie Hybridbetrieb an Hochschulen
  • Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in den Kitas
  • Begrenzung von Veranstaltungen, Kultur- und Freizeitangeboten sowie öffentlichen Zusammenkünften auf max. zwei Hausstände zuzüglich vollständig geimpfte oder genesene Personen und Kinder bis einschließlich 14 Jahre
  • Gastronomie: nur zwei Hausstände zuzüglich vollständig geimpfte oder genesene Personen sowie Kinder bis einschließlich 14 Jahre an einem Tisch
  • Schließung der Freizeit- und Kultureinrichtungen und Untersagung von Freizeitangeboten für mehr als zwei Hausstände zuzüglich vollständig geimpfte oder genesene Personen sowie Kinder bis einschließlich 14 Jahre; Ausnahme für die Außenbereiche von Zoos, botanischen Gärten, Schlössern und Gedenkstätten, dort Einlass mit Negativnachweis
  • Hotels: Beschränkung der Übernachtungskapazitäten auf 60 Prozent
  • Amateur- und Freizeitsport in gedeckten Sportanlagen (auch in Fitnessstudios): max. zwei Hausstände zuzüglich vollständig geimpfte oder genesene Personen sowie Kinder bis einschließlich 14 Jahre
  • FFP2-Maske (oder gleichwertig) bei körpernahen Dienstleistungen
  • Schließung der Prostitutionsstätten
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