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Bauern besorgt: Kosten steigen, Preise fallen

Lebensmittel - Bauern besorgt: Kosten steigen, Preise fallen

Landwirt bei der Feldarbeit
© Jan Woitas/dpa

Die Bauern befürchten schwierige Geschäftsbedingungen 2026. (Archivbild)

Die deutschen Landwirte haben alles in allem relativ stabile Ergebnisse eingefahren. Doch die Marktlage trübt die Geschäftsaussichten ein.

Die Landwirte in Deutschland befürchten nach insgesamt eher stagnierenden Gewinnen einen schärferen Druck auf die Preise für Butter und andere wichtige Produkte. Im Ende Juni abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2024/25 verdienten die Unternehmen im Schnitt 78.500 Euro, wie der Bauernverband mitteilte. Mit einem kleinen Plus von 0,4 Prozent entsprach dies quasi dem Vorjahresniveau. Trotz Millionen-Entlastungen beim Agrardiesel und den Stromkosten rechnet die Branche 2026 mit weiteren Kostensteigerungen.

Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte in Berlin: "Der Motor stottert." Und wenn er auf die "trüben Aussichten" auf den Märkten schaue, drohe der Motor auszugehen. "Die Kosten steigen, steigen, steigen. Und auf der anderen Seite die Preise, die fallen, fallen, fallen." Ins Kontor schlagen bei vielen Betrieben höhere Ausgaben für Löhne und Betriebsmittel wie Dünger oder Energie. Die von der schwarz-roten Koalition beschlossenen Entlastungen etwa beim Diesel seien nötig - unterm Strich würden sie in den Bilanzen aber nicht erkennbar sein, weil sie durch Kostensteigerungen aufgefressen werden, sagte Rukwied.

Mit jeder Tonne Weizen Verlust 

Die finanzielle Lage der Höfe ist dabei unterschiedlich, wie eine Auswertung von insgesamt 6.700 Jahresabschlüssen ergab. So brachen die Gewinne bei Ackerbauern um 35,8 Prozent auf durchschnittlich 50.800 Euro ein. Und bei den zu erzielenden Preisen gelte: "Mit jeder Tonne Weizen, die der Landwirt erzeugt, verliert er im Moment Geld", erläuterte Rukwied. Trotz einer ordentlichen Ernte 2025 sei von Gewinnrückgängen auszugehen. Auch Schweinehaltern, die ein Minus von 28 Prozent auf 98.500 Euro verbuchten, drohen weitere Einbußen.

Milchwirtschaft
© Jens Büttner/dpa

Preissenkungen für Milchprodukte bereiten vielen Landwirten Sorgen. (Archivbild)

Die Milchbauern verdienten dagegen im vergangenen Wirtschaftsjahr nach Rückgängen wieder deutlich mehr - der durchschnittliche Gewinn sprang um gut 46 Prozent auf 115.300 Euro. Die Preise sind aber ins Rutschen geraten. Bis November sei das "noch grenzwertig wirtschaftlich darstellbar" gewesen, sagte Rukwied. Mehrere Preissenkungsrunden für Butter bei Discountern und Supermärkten bis auf 99 Cent pro Päckchen kritisierte er aber als inakzeptabel. 

Butter nicht "verramschen" 

"So kann man kein hochwertiges Lebensmittel verramschen, auch wenn man das als Lockangebot vor Weihnachten nutzen will", sagte der Bauernpräsident. Die Milcherzeuger hätten große Sorgen, dass sich der Preisrückgang fortsetzt. Der Markt sei schwankungsanfällig, jetzt zeigten sich aber massive Senkungen in kurzen Abständen. Rukwied äußerte sich zurückhaltend zu Überlegungen, das Bundeskartellamt in dieser Frage einzuschalten. Man setze auf Kooperation und appelliere an den Einzelhandel, seiner Verantwortung gerecht zu werden.

Deutscher Bauernverband stellt Jahresbilanz vor
© Elisa Schu/dpa

Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte in Berlin: «Der Motor stottert weiter.»

Der Bauernverband mahnte bei der Bundesregierung und Agrarminister Alois Rainer (CSU) einen "echten, ehrlichen Politikwechsel" für mehr Wachstum und Arbeitsplätze an. Dazu gehöre eine stabile Finanzierung für einen Umbau der Tierhaltung zu höheren Standards, bei der nicht je nach Bundesland andere Bedingungen gelten dürften. "Die Landwirtschaft hat sich schon lange zu mehr Tierwohl bekannt", betonte Rukwied. "Die Politik muss endlich handeln."

"Trinken Sie etwas mehr deutschen Wein"

Ein Problem seien auch weitere Anhebungen des Mindestlohns, die Obst- und Gemüsebetriebe aus dem Markt zu drängen drohten, warnte der Verband. Auch der Weinbau sei betroffen, der in der größten Krise seit Jahrzehnten stecke. Rebflächen würden gerodet, Preise seien unter Druck. Rukwied appellierte an alle: "Trinken Sie etwas mehr deutschen Wein." Das würde der Branche helfen und diente auch dem Erhalt des Landschaftsbilds in den Weinregionen.

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