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EU-Kommission halbiert Wachstumsprognose für Deutschland

Die Gründe der EU-Kommission - Wachstumsprognose Deutschland halbiert

EU-Kommission halbiert Wachstumsprognose für Deutschland
© Oliver Berg/dpa

Containerumschlag im Duisburger Hafen: Die EU-Kommission halbiert die Wachstumsprognose für Deutschland wegen des Iran-Kriegs. (Archivbild)

Der Energieschock durch den Nahost-Konflikt trifft Deutschland und die Eurozone hart. Wann gibt es Hoffnung auf Besserung?

Wegen der hohen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs hat die Europäische Kommission ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland im Jahr 2026 halbiert. Die Konjunkturexperten erwarten lediglich einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent. Im Herbst hatten sie noch mit einem Wachstum von 1,2 Prozent gerechnet.Auch in der Europäischen Union insgesamt dürfte die Entwicklung schwächer verlaufen als gedacht. Hier senkte die EU-Kommission die Wachstumsprognose von 1,4 Prozent auf 1,1 Prozent. Für die 21 Staaten der Eurozone wurde sie auf 0,9 Prozent reduziert.

EU-Wirtschaft besonders anfällig

Bis zum Kriegsbeginn Ende Februar sei man von einem moderaten Wachstum und einem Rückgang der Inflation ausgegangen, heißt es in der Mitteilung der Kommission. Wegen des starken Anstiegs der Energiepreise verliere die Wirtschaftstätigkeit an Schwung, die Inflation steige. 

"Als Nettoenergieimporteur ist die Wirtschaft der EU besonders anfällig für den durch den Konflikt im Nahen Osten verursachten Energieschock", heißt es in der Mitteilung. Seit Beginn des Iran-Kriegs kam es zu Preissprüngen etwa bei Öl und Gas. Grund ist die faktische Blockade der für die weltweite Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus.

Verbesserung der Lage in Sicht

Die Bundesregierung hatte ihre Erwartungen Ende April halbiert und rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Mini-Wachstum von 0,5 Prozent. Auch das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) senkte seine Prognose und erwartet nun noch ein Wachstum von 0,4 Prozent der deutschen Wirtschaft.

Eine leichte Verbesserung der Lage erwartet die EU-Kommission im Jahr 2027, sofern sich die Lage auf den Energiemärkten entspanne.

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