Rund 60 Mio Euro Kosten - Weg für Sportcampus frei
In Kassel geht es mit dem Sport und Eventambitionen weiter: Die Stadtverordneten haben den Startschuss für den neuen Sportcampus Süd gegeben. Die Planungen für die Erweiterung der Probonio Arena und ein modernes Areal schreiten voran, kündigte die Stadt und Investor Sinizin bei einer Pressekonferenz an.
Die Stadt Kassel hat die Entwicklung eines hochmodernen Sportcampus Süd beschlossen. Die Stadtverordnetenversammlung hat bei ihrer jüngsten Sitzung Erbbaurechtsverträge genehmigt, die den Umbau der Probonio Arena und der umliegenden Flächen ermöglichen. Oberbürgermeister Sven Schoeller und weitere Beteiligte haben bei einer Pressekonferenz die Pläne vorgestellt.
Neue Heimstätte für Sportler
Die Probonio Arena wird nicht nur optisch wachsen. Neben Erweiterungen auf der Süd- und Westseite soll der Innenraum umgebaut werden. So passen bis zu 7600 Besucher bei Konzerten hinein. Der Umbau wird im Mai beginnen, wenn die aktuelle Eishockeysaison endet. Ab Sommer 2027 werden auch die Handballer der MT Melsungen hier spielen, und es sind bis zu 20 Konzerte jährlich geplant. Bei Handballspielen finden etwa 6.200 Zuschauer Platz, bei Eishockeyspielen etwa 5.800. Neben dem Umbau und der Verkleinerung der Eisfläche wird es im Sommer auch wieder ein Public Viewing währen der Fußball-WM geben. Das hat Sinzin ebenfalls angekündigt.
Kosten rund 60 Millionen Euro
Rund um die Arena entstehen eine neue Trainingshalle für den Eissport und ein modernes Parkhaus. Über 1100 Stellplätze inklusive moderner E-Ladesäulen sind geplant. Diese Maßnahmen gewährleisten, dass die Arena als multifunktionale Eventstätte genutzt werden kann, so Paul Sinizin und Oberbürgermeister Schoeller. “Insgesamt kostet das Projekt rund 60 Millionen Euro”, so Sinizin auf FFH-Nachfrage.
Ein Vorzeigeprojekt für Deutschland
Das Projekt soll Kassel als Sport- und Veranstaltungsort stärken. Eine Photovoltaikanlage auf den Hallendächern und gute Anbindungen an den Nahverkehr zeichnen das Areal aus. Stadtbaurätin Simone Fedderke lobt die Kombination aus funktionaler Planung und ökologischer Verantwortung. Diese Entwicklungen setzen Maßstäbe in Nordhessen.
Ein Blick in die Zukunft
Mit den Erbbaurechtsverträgen beginnt die nächste Planungsphase. Stadtkämmerer Matthias Nölke betont das gemeinsame Ziel: Ein nachhaltiges und vielseitig nutzbares Areal für Sport, Events und Mobilität. Investoren und Stadt arbeiten Hand in Hand, um das Projekt zu verwirklichen.