Feuer in Riedstadt: Waren einige Schweine schon vorher tot?
Brand in Stall in Wolfskehlen - Einige Schweine wohl schon vor Feuer tot
Nach dem verheerenden Feuer in einem Schweinemastbetrieb in Riedstadt-Wolfskehlen im Kreis Groß-Gerau Ende Januar, bei dem mehr als 700 Tiere verendeten, gibt es neue Details: Einige der Schweine sollen bereits vor dem Ausbruch der Flammen tot gewesen sein – und die Ermittler haben einen konkreten Verdacht zur Brandursache.
Laut Staatsanwaltschaft deutet der Verwesungszustand einiger Tierkadaver darauf hin, dass diese bereits vor dem Feuer verendet waren. Um wie viele Tiere es sich handelt, ist noch Gegenstand der Untersuchungen. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt auf Nachfrage von HIT RADIO FFH.
Schweinepest nicht ausgeschlossen
Die Todesursache der betroffenen Schweine werde derzeit ermittelt. Robert Hartmann von der Staatsanwaltschaft sagte unserem Reporter, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Tiere an der grassierenden Afrikanischen Schweinepest verendet sind. Auch diese Option werde geprüft.
Täter mit “berechtigtem Zugang”
Auch zur Ursache des Feuers haben die Ermittler inzwischen Neuigkeiten: Man gehe davon aus, dass die Flammen vorsätzlich gelegt wurden. Den Angaben zufolge muss es sich um jemanden gehandelt haben, der einen regulären und berechtigten Zugang zu dem Stall oder das Areal hatte. Ein abschließendes Ermittlungsergebnis liegt der Staatsanwaltschaft aber noch nicht vor.
Bilanz: mehr als 700 tote Tiere
Für die Schweine im Stall endete der Vorfall tödlich: Direkt nach dem Brand ließ das Veterinäramt Hunderte Tiere wegen schwerer Rauchgasvergiftungen töten. Auch die zunächst überlebenden Tiere mussten später getötet werden. Insgesamt starben damit durch den Brand mehr als 700 Schweine.