Baugerüst-Kontrolle in Hessen - Darum schauen Experten genau hin
In Hessen starten die Regierungspräsidien eine Aktionswoche, um die Sicherheit auf Baustellen zu erhöhen. Vom 8. bis 12. Juni werden speziell Gerüste überprüft.
Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Kampagne der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) zur Reduzierung von Absturzunfällen. Diese Unfälle gehören zu den häufigsten Ursachen für tödliche Arbeitsunfälle in Deutschland, teilt das Regierungspräsidium Darmstadt mit: Zwischen 2009 und 2023 machten sie etwa ein Drittel der tödlichen Arbeitsunfälle aus.
Kontrollen und Mängel
Isabel Fritsch vom Arbeitsschutzdezernat berichtet, dass unsachgemäß gebaute oder schlecht gesicherte Baugerüste häufig Abstürze verursachen. In den vergangenen Jahren wurden bei Kontrollen zahlreiche technische und organisatorische Mängel festgestellt. Nur 21 Prozent der geprüften Baustellen erfüllten demnach die Arbeitsschutzmaßnahmen bei Gerüsten. Oft fehlten notwendige Unterlagen oder die Gerüste wurden falsch umgebaut.
Fokus auf Prävention
Die GDA setzt in diesem und auch im nächsten Jahr einen Schwerpunkt auf die Verhütung von Absturzunfällen. Ziel sei es, das Bewusstsein für Gefahren bei Arbeiten auf Gerüsten zu stärken. Es solle ein aktiver Beitrag geleistet werden, um schwere Unfälle zu vermeiden. Arbeiten auf Gerüsten bergen besondere Absturzgefahren und erfordern daher besondere Aufmerksamkeit.