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Was man über Elektro-Autos wissen muss

Kosten, Ladung und Umweltschutz - Was man über Elektro-Autos wissen muss

Anstelle von Benzin oder Diesel fahren sie mit einer Batterie: E-Autos sind in Zeiten von Nachhaltigkeit und Umweltschutz in aller Munde und werden von Jahr zu Jahr auch kostengünstiger und Benutzer-freundlicher. Dennoch sollte man sich über einige Dinge Gedanken machen, bevor man vom Verbrennungsmotor auf die elekrische Variante wechselt. 

Hohe Anschaffungskosten

Anstatt Tankfüllungen mit Benzin oder Diesel, muss man sein E-Auto mit Strom laden. Dadurch kann man nicht nur CO2-Emisssionen reduzieren und der Umwelt etwas Gutes tun, sondern außerdem auch hohe Spritkosten sparen. Dem geringen Unterhalt stehen jedoch hohe Anschaffungskosten gegenüber.

Gebrauchtwagen gibt es im E-Sektor noch nicht wirklich, da der Markt relativ jung ist. Da bleibt dem Kunden derzeit oft nur der Erwerb eines Neuwagens. Und diese kosten einiges. Einen Wagen unter 22 000 Euro gibt es derzeit am Markt noch nicht wirklich. 

Will man einen gewissen Komfort und Ausstattung bewegen sich die Preise schon eher an der 30.000 Euro-Marke. Der VW Golf in der E-Variante kostet beispielsweise rund 35.000 Euro. Den Benziner gibt es im Gegensatz dazu bereits ab rund 20.500 Euro.

Zuschuss vom Staat

Der Vorteil bei Elektroautos ist jedoch der staatliche Zuschuss: Käufer von rein batteriebetriebenen Fahrzeugen erhalten einen Zuschuss von 6.000 Euro bei einem Kaufpreis unter 40.000 Euro. Fahrer eines Hybridfahrzeugs mit Elektro- und Verbrennungsmotor erhalten eine Prämie in Höhe von 3.750 Euro.

Zum Nachhören: Was sagen E-Auto-Fahrer/innen?

FFH-Hörer Klaus Naumann hat richtig Spaß mit seinem E-Auto

© HIT RADIO FFH

E-Auto geht auch sportlich und stylisch: Vor allen Dingen Tesla setzt da derzeit noch die größten Akzente. 

Ladungen im Blick behalten

Anders als bei Benzinern, mit großen Reichweiten zwischen 600 und 1200 Kilometern pro Tankfüllung, haben viele E-Autos nur Reichtweiten von 120 bis 500 Kilometern bei einer vollen Ladung. Da bleibt der ständige Blick auf die Karte der Ladestationen unvermeidbar. Im Gegensatz zu klassischen Tankstellen, gibt es nämlich immer noch Regionen in Deutschland, die noch nicht flächendeckend mit Ladesäulen versorgt sind. Lange Strecken müssen daher vorab geplant werden. 

Einzurechnen ist als Verbraucher auch die benötigte Zeit für eine Vollaufladung der Fahrzeugbatterie. Wer ein Elektroauto mit einer Reichweite von 500 km für eine Strecke bis zu 1.000 km nutzt, kann oft nur nach einer  ausgiebigeren Pause an der Ladesäule weiterfahren. 100 Kilometer kosten im Schnitt übrigens 4 Euro. 

Steuerliche Vorteile nutzen

Die Bundesregierung möchte auf grüne Mobilität setzen. Um Anreize für Käufer zu schaffen, sind daher E-Autos, die bis zum 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen werden von der Kfz-Steuer befreit. Die Befreiung ist bis zum Jahresende 2030 befristet

Ökobilanz, die überzeugt?

Laut einer Studie des österreichischen Bundesumweltamtes erreichen Elektroautos während ihrem gesamten Lebenszyklus eine vierfache Emissionsersparnis - im Gegensatz zu Diesel oder Benzinern. Bei der Produktion jedoch, belasten alle Autoarten gleichermaßen die Umwelt. 

Zum Nachhören: Was sagt das FFH-Team?

FFH-Kollegin Minou Mai über ihren Tesla

© HIT RADIO FFH
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