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Mietwagen: Diese Versicherungen und Vertragsdetails sind wichtig

Versicherung & Vertragsdetails - Das müsst ihr bei Mietwagen beachten

Ein Mietwagen verspricht Freiheit und Flexibilität am Urlaubsort. Damit am Ende aber keine teuren Überraschungen warten, sollte man beim Vertragsabschluss einige Dinge beachten. Kay Rodegra, Rechtsanwalt für Reiserecht, gibt Tipps.

Mietwagenvertrag am besten in Deutschland abschließen

Wer sich Komplikationen sparen will, der sollte seinen Mietwagen am besten über einen Anbieter hier in Deutschland buchen. Denn dann gilt für den Mietvertrag auch deutsches Recht. Und das macht eine mögliche Schadensregulierung viel einfacher. Wichtig dabei: Alle Details (wie Abhol- und Rückgabeort, erlaubte Fahrer, Freikilometer, Tankregelung,...) in den Vertrag aufnehmen lassen. Und auch die Versicherung bereits im Rahmen der Buchung mit abschließen.

Die richtige Versicherung wählen

Für einen Mietwagen empfiehlt es sich immer eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung abzuschließen. Das ist zwar etwas teurer, schützt aber vor Ärger im Schadensfall. Die Versicherung sollte außerdem auch, wenn möglich, Reifenschäden abdecken, um auch hier vor unliebsamen Kosten geschützt zu sein.

Für eine ausreichende Haftpflichtversicherung sorgen

Einen genauen Blick sollte man unbedingt auch auf die Haftpflichtversicherung werfen. Wenn man in einen Unfall mit Personenschäden verwickelt ist, können schnell sehr hohe Schadenssummen zusammen kommen. In Deutschland liegt darum die gesetzliche Mindestdeckungssumme für Personenschäden bei 7,5 Millionen Euro, zumeist sind die Deckungssummer bei der Versicherung aber sehr viel höher. In vielen Urlaubsländern liegt die Summe aber deutlich darunter. Es besteht also die Gefahr, dass die Versicherungssumme, gerade bei Personenschäden, im schlimmsten Fall nicht ausreicht

Einige Mietwagenanbieter bieten von sich aus eine höheren Versicherungssumme an, enthält der Mietwagenvertrag aber nur einen geringen Schutz, dann empfiehlt es sich eine sogenannte "Mallorca-Police" abzuschließen. Das ist eine Zusatzversicherung, die, trotz des irreführenden Namens, nicht nur auf Mallorca , sondern in den meisten europäischen Ländern gilt und die Haftpflichtdeckungssumme auf deutsches Niveau oder darüber hinaus anhebt. Soll die Versicherung auch außerhalb von Europa gültig sein, so heißt sie üblicherweise "Traveller-Police".

Tipp: Einige KFZ-Haftpflichtversicherungstarife der eigenen Autoversicherung enthalten diese "Mallorca-Police" bereits. Vor dem Abschluss also am besten einmal in die bestehenden Verträge schauen, ob eine entsprechende Versicherung möglicherweise bereits besteht.

Der größte Fehler, den man bei Mietwagen machen kann

Rechtsanwalt Kay Rodegra

Den größten Fehler, den man im Ausland beim Anbieten eines Fahrzeuges machen kann, ist kein Übergabeprotokoll zu erstellen. Denn dann ist es vorprogrammiert, dass man hinterher verschieden haften soll, die schon vorher am Fahrzeug waren. Daum ist es ganz, ganz wichtig, alle Vorschäden bei Übernahme des Fahrzeuges zu dokumentieren.

Warum Mietvertrag besser in Deutschland abschließen?

Rechtsanwalt Kay Rodegra

Dann gilt auch im Ausland deutsches Recht, was den Vertrag angeht. Und dann sollten im Vertrag alle Details aufgenommen werden. Also zum Beispiel an Meat Station Abgabe Ort Bär darf das Autofahrern, was es mit frei Kilometern die Tank Regelung. Und als Versicherung sollte man unbedingt eine Vollkaskoversicherung ohne selber Beteiligung abschließen. Das ist zwar etwas teurer, aber letztendlich Schützes vor Ärger im Schadensfall

© HIT RADIO FFH

Bei der Mietwagenabholung Schadensprotokoll anfertigen

Auch wenn man es kaum erwarten kann, endlich so richtig in den Urlaub zu starten: Bei der Mietwagenabholung sollte man sich trotzdem ausreichend Zeit nehmen und das Auto gründlich auf Schäden inspizieren, diese, sei es auch nur ein kleiner Kratzer oder kleine Beule, im Übernahmeprotokoll festhalten und von Mitarbeitern des Autovermieters bestätigen lassen. Dabei auch den Blick in den Innenraum und auf schwer einsehbare Stellen, wie zum Beispiel das Dach des Wohnmobils, nicht vergessen. Ebenso vermerken, ob Zubehör, wie Warndreieck und Verbandskasten an Bord sind. Unbedingt auch die Reifen und alle Scheiben auf Schäden kontrolliern. Bei der Rückgabe sollte dann ein weiteres Übergabeprotokoll angefertigt und vom Vermieter unterzeichnet werden. Nur so kann man sicher sein, dass man am Ende nicht für Schäden zur Kasse gebeten wird, die vor der Anmietung schon vorhanden waren.

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