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Nach Todesfahrt von Berlin: 29-Jähriger kommt in die Psychiatrie

Nach Todesfahrt von Berlin - Kein Opfer mehr lebensbedrohlich verletzt

Nach der Todesfahrt in der Berliner Innenstadt waren am Montag noch acht Opfer im Krankenhaus. Keiner der Betroffenen befinde sich in einem lebensbedrohlichen Zustand, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung. Weitere Angaben zu den Verletzten machte sie nicht. Zuvor hatte der Berliner "Tagesspiegel" berichtet.

Paranoide Schizophrenie vermutlich Anlass zur Tat

Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Sebastian Büchner, sagte, es gebe Anhaltspunkte dafür, dass der festgenommene 29-Jährige an einer paranoiden Schizophrenie leide. Die Erkrankung sei vermutlich auch Anlass der Tat.  Nach seiner Todesfahrt, wurde der festgenommene 29-Jährige in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Staatsanwaltschaft sieht Heimtücke

"Das Amtsgericht Tiergarten hat soeben den von der Staatsanwaltschaft beantragten Unterbringungsbefehl erlassen", teilte die Staatsanwaltschaft per Twitter mit. Dem Fahrer werde ein vollendeter Mord vorgeworfen und in 17 Fällen versuchter Mord sowie gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Die Mordmerkmale seien Heimtücke und Begehung mit gemeingefährlichen Mitteln.

Verdächtiger mehrfach psychisch auffällig

Vor der Todesfahrt vom Ku'damm in Berlin ist der beschuldigte 29-Jährige mehrfach psychologisch auffällig gewesen. Der sozialpsychiatrische Dienst des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf habe seit 2014 mehrfach eingreifen müssen, sagte der Bezirksstadtrat für Jugend und Gesundheit, Detlef Wagner (CDU), am Freitag. Das letzte Mal sei dies Anfang 2020 der Fall gewesen.

Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner

"Täter leidet wohl an paranoider Schizophrenie."

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Ministerpräsident Boris Rhein bei der Pressekonferenz zu Bad Arolsen am Donnerstag

Tiefe Betroffenheit in Bad Arolsen

Nachdem der 29-Jährige in Berlin in eine Gruppe Schüler und Lehrer aus Bad Arolsen gerast ist, steht die kleine nordhessische Stadt unter Schock. Die Opfer, Angehörigen, Augenzeugen und Freunde an der Kaulbach-Schule werden nach der Todesfahrt von einem Team von Schulpsychologen betreut. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie ein Lehrer waren bei der Tat am Mittwochvormittag verletzt worden, einige von ihnen schwer. Der Lehrer befindet sich nach Angaben der Ermittler noch in Lebensgefahr.

Stilles Gedenken und Trauerandacht am Freitag Abend

Vor dem gelb-weißen Gebäude der Real- und Hauptschule im Ortskern der nordhessischen Kommune liegen ein paar Kerzen und Blumen in Gedenken an die getötete Lehrerin und die Verletzten. Außerdem waren Polizisten auf dem Schulgelände. Am Freitag Abend gab es im Bürgerhaus der Stadt eine Trauerandacht. "Unsere gesamte Schulgemeinde ist tief betroffen. Der Vorfall in Berlin hat unseren Alltag komplett auf den Kopf gestellt", so die Schule auf ihrer Internetseite. Überwältigt sei man von der großen Anteilnahme und den zahlreichen Hilfsangeboten von allen Seiten. 

Hessische Politiker sichern finanzielle Unterstützung zu

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein und Hessens Kultusminister Alexander Lorz haben sich am Tag nach der Todesfahrt in Berlin erschüttert gezeigt. Die beiden CDU-Politiker besuchten die Haupt- und Realschule der von der Tat in der Hauptstadt betroffenen Klasse in Bad Arolsen. "Es ist für uns ein ganz schwerer Tag, und wir haben ganz schwere Herzen", sagte Rhein im Anschluss. Er habe der Schulgemeinde der Kaulbach-Schule und den Opfern jede erdenkliche Hilfe seitens des Landes Hessen zugesagt. Unter anderem sicherte er den Betroffenen finanzielle Unterstützung aus dem Opferfonds des Landes zu.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein

"Hessen hat viele Möglichkeiten zu helfen."

Hessens Kultusminister Alexander Lorz

"Eine Schulklasse auf Abschlussfahrt hat normalerweise positive Erinnerungen daran. Diese Klasse wird es im negativen Sinne nie vergessen."

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Regelbetrieb an der Schule

Einen Tag nach der schrecklichen Tat in Berlin hatte die Schule ihren Regelbetrieb aufgenommen und die Schüler aus Berlin, die mit Bussen zurück gebracht wurden, in Empfang genommen. Das sagte der Bürgermeister von Bad Arolsen Marko Lambion. Die betroffenen Schüler sollen eine Anlaufstelle in ihrer Schule finden.


  • Der Roatry Club Korbach-Bad Arolsen hat nach den Ereignissen in Berlin ein Spendenkonto für die Opfer eingerichtet, IBAN DE61 5235 0005 0000 1429 27.
  • Bei der Polizeistation in Bad Arolsen, Uplandstraße 4, 34454 Bad Arolsen, Telefon 05691/97990, wird von Montag, 13. Juni, bis Mittwoch, 15. Juni, jeweils von 09.00 bis 15.00 Uhr eine Informations- und Beratungsstelle eingerichtet. Opferschutzberater der Polizei werden dort als Ansprechpartner bereitstehen und betroffene Schüler, Eltern und Lehrer über die Möglichkeiten des Opferschutzes und der Opferentschädigung beraten.


Schüler waren auf Abschlussfahrt

Nach Angaben des Bad Arolsener Bürgermeisters Marko Lambion hatte die Klasse gerade erst ihre Abschlussprüfungen geschrieben und wollte mit ihrer Lehrerin die Abschlussfahrt nach Berlin unternehmen. Dies sei "natürlich als freudiges Ereignis geplant" gewesen, sagte Lambion. "Der Tag hier in Bad Arolsen war sehr traurig. Unser Mitgefühl ist bei der Familie der Lehrerin und wir sind natürlich in Gedanken bei allen Angehörigen und wünschen Kraft und Trost in dieser schwierigen Zeit", so der Bürgermeister. "Natürlich sind wir auch bei den Schülerinnen und Schülern, die dieses Ereignis heute miterleben mussten."

Hessischer Landtag drückt tiefes Mitgefühl aus

Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) hat im Namen der Abgeordneten des Hessischen Landtages ihr tiefes Mitgefühl zur schrecklichen Todesfahrt in Berlin ausgesprochen: „Ich bin tief betroffen über den entsetzlichen Vorfall. Der Hessische Landtag ist in Gedanken bei den Angehörigen der getöteten Lehrerin, und wir hoffen, dass die Verletzten wieder vollständig genesen. Ebenso denken wir an die Kinder und Passanten, die diese Schreckensfahrt vor Ort miterleben mussten.“

Vorläufiger Tathergang

Der Vorfall am Mittwoch spielte sich nach bisherigem Stand so ab: Der Mann fuhr den Renault-Kleinwagen am späten Vormittag an der Straßenecke Ku'damm und Rankestraße auf den Bürgersteig des Ku'damms und in die Menschengruppe. Dann fuhr er auf die Kreuzung und knapp 200 Meter weiter auf der Tauentzienstraße Richtung Osten. Kurz vor der Ecke Marburger Straße lenkte er den Wagen erneut von der Straße auf den Bürgersteig, touchierte ein anderes Auto, überquerte die Marburger Straße und landete im Schaufenster eines Parfümerie-Geschäfts.

Fahrer war der Polizei bekannt

Der Fahrer des Wagens war vorläufig festgenommen worden. Er sei zunächst von Passanten festgehalten worden, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz. Der Fahrer war nach dpa-Informationen mit einem Auto unterwegs, das seiner älteren Schwester gehört. Er soll der Polizei bereits wegen mehrerer Delikte bekannt gewesen sein, allerdings nicht in Zusammenhang mit Extremismus.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger

"Tatverdächtiger war uns wegen Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Beleidigung bekannt, nicht aber in staatsschutzrelevanten Angelegenheiten.“

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