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Nach Regenfällen und Hochwasser: Mücken-Plage in Hessen erwartet

Schnaken-Plage in Hessen - Extremste Mücken-Saison seit Jahrzehnten

Eine Stechmücke sticht zu.
© dpa

Nach dem Hochwasser der letzten Wochen rechnet man in Teilen von Hessen nun mit einer regelrechten Steckmücken-Plage. Hier zu sehen eine Tigermücke. (Symbolbild)

Wurdet ihr schon gestochen? Auf Hessen kommt offenbar eine extreme Mückenplage zu - vor allem entlang der Rhein-Auen im Süden. Wegen der Überschwemmungen der letzten Wochen haben sich die Larven stark vermehren können. 

Das teilt die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS e.V.) mit.

Extremste Mückensaison seit Jahrzehnten

So ein Mückenjahr haben wir noch nicht erlebt, sagen die Schnakenbekämpfer. Seit Mai seien die Helikopter von Lampertheim bis Bingen unterwegs. Doch in den Auen stünde das Wasser, und nach zwei Hochwasserwellen seien Brutbedingungen ideal. Zwar habe man 90 Prozent der Larven habe getötet, doch auch der Rest reiche für eine ungewöhnlich starke Plage. Und die könnte bis August anhalten. 

Kommunen bekämpfen Schnaken gemeinsam

Über 90 Kommunen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, und Baden-Württemberg haben sich im Verein KABS zusammengeschlossen. Ihre Aufgabe ist es, die Vermehrung der Mücken einzudämmen, um eine Plage zu verhindern. Pro Einwohner oder Einwohnerin kostet das jährlich im Schnitt 1,30 Euro.

Expertin Xenia Augsten

"Die Überflutung setzt die Eier der Mücken im Erdboden frei."

© HIT RADIO FFH

Gefahr vor allem entlang des Rheins

Vor allem entlang des Rheins ist die Gefahr einer bevorstehenden Mückenplage besonders hoch. Trotz intensiver Maßnahmen konnte KABS nicht alle Brutstätten im Außenbereich des Rheins erreichen. Zwar konnte vorerst die Stichbelästigung in den Wäldern entlang des Rheins verhindert werden, die erneuten Regenfälle der letzten Wochen stellten die KABS aber vor große Herausforderungen.

In den weitläufig überschwemmten Rheinaue-Gebieten war der Zugang zum Außendeich oft nicht möglich. Daher konzentrierte sich die KABS nur auf die größten Druckwasserflächen, an denen viele Stechmückenlarven zu finden waren. Ohne die Einsätze der KABS wäre das jetzige Problem daher vermutlich noch viel größer, heißt es von der Stadt Mainz.

 

Nach Hochwasser am Rhein Es droht eine Stechmücken-Plage

Nach dem Hochwasser droht eine Mückenplage, besonders entlang des Rheins.…

Schwierigkeiten bei der Bekämpfung der Larven

Laut der Kabs können deren Mitarbeiter wegen der Überschwemmungen nicht alle Flächen erreichen könnten, um die Larven zu bekämpfen. Seit Mitte Mai seien sie quasi ununterbrochen auch mit dem Helikopter unterwegs. Trotz der Bemühungen konnte nur etwa 90 Prozent der Larven getötet werden. Der Rest reicht aus, um eine ungewöhnlich starke Mückenplage zu verursachen.

Klimawandel verschärft die Situation

Menschen, die in der Nähe von Gewässern leben, müssen sich auf häufigere Mückensommer einstellen, erklärt Dirk  Reichle von der Kabs. Der Klimawandel führe zu mehr Jahren mit Hochwasserspitzen, und somit werden Mückenplagen wie in diesem Jahr in Zukunft öfter vorkommen.

Die Asiatische Tigermücke

Seit sechs Jahren gibt es die Asiatische Tigermücke bei uns in Hessen - und wenn man sich die Deutschlandkarte von oben anguckt, sieht man, wie sie sich langsam ausgebreitet hat.

Vom Süden über Baden-Württemberg, den Rhein entlang nach Hessen. Und jetzt sind in Südhessen Landkreise wie die Bergstraße, Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau betroffen. Bis ins Rhein-Main-Gebiet und Wiesbaden hat sich die Tigermücke ausgebreitet. Und ganz neu ist jetzt auch der Hochtaunuskreis betroffen.

Dabei ist wichtig: Die Mücken sind nicht flächendeckend vorhanden, sondern es geht fast immer um einzelne Populationen. Und weiter nördlich als im Hochtaunuskreis wurde die Tigermücke in Hessen noch gar nicht entdeckt!

Kampf gegen Tigermücke gewonnen

In Hessen gibt es zwei Orte, die den Kampf gegen die Asiatische Tigermücke schon erfolgreich gewonnen haben. Im Rheingau-Taunus-Kreis der Ort Oestrich-Winkel. Und in Frankfurt wurde ebenfalls eine Population eliminiert. So die aktuellen Zahlen des Friedrich-Loeffler-Instituts.

Das heißt aber nicht, dass die Mücke dort nie mehr auftauchen wird. Ein Problemkind ist aktuell Bürstadt im Kreis Bergstraße. Die Tigermücke ist dort schon so weit verbreitet, dass sie nicht mehr einzeln bekämpft werden kann. Die Verbreitung soll aber eingedämmt werden - vor allem bei Schulen, KiTas und Altenheimen.

Die Kriebelmücke

© dpa

Nur drei bis vier Millimeter groß, aber doppelt gemein: Die Kriebelmücke

Laut einer Studie der Goethe-Universität in Frankfurt nimmt auch die Kriebelmücke in Deutschland dieses Jahr zu. Diese Mücken sehen an sich ja total harmlos aus, wie kleine schwarze Fliegen... aber das sind richtige Biester. Die weiblichen Kriebelmücken stechen nicht einfach, wie andere Insekten, sondern beißen mit ihren scharfen, kleinen Zähnen eine Wunde in die Haut von Mensch und Tier. Dadurch entsteht eine Wunde. Und das kann schmerzhaft sein. 

Nach dem Biss

Anschließend kann es dann zu einer allergischen Reaktion kommen. Nämlich auf das Eiweißgemisch, das die Kriebelmücke dort injiziert. Oder es kann passieren, dass Bakterien in der Wunde eine Infektion auslösen. Dann könnte es sogar vorkommen, dass die Haut stark anschwillt und sich sogar blau verfärbt.

FFH-Redakteurin Steffi Happe über die Kriebelmücke

"Man merkt den Stich erstmal nicht."

© HIT RADIO FFH

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