Hunderttausende feiern - Rosenmontagszüge in Mainz, Fritzlar & Co
Helau! Egal ob es Fastnacht, Karneval oder Fasching genannt wird: Heute am Rosenmontag geht es im FFH-Land ab.
Pünktlich um 11.11 Uhr hat sich der Rosenmontagszug in Mainz in Bewegung gesetzt. Nach einem Signal von Zugmarschall Thorsten Hartel starteten die ersten Teilnehmer auf die mehrere Kilometer lange Strecke durch die Innenstadt, es geht etwa vorbei am Mainzer Dom und am Fastnachtsbrunnen auf dem Schillerplatz. Bis die letzten Zugnummern im Ziel ankommen, dürfte es rund fünf Stunden dauern.
Es ist die 122. Ausgabe des närrischen Lindwurms, mit dabei sind diesmal nach Angaben des veranstaltenden Mainzer Carneval-Vereins (MCV) mehr als 9.200 Teilnehmer. Insgesamt 121 Nummern gehen an den Start, darunter 63 Musikgruppen mit knapp 2.000 Musikern. Hinzu kommt die in Mainz allseits bekannte Zug-Ente zum Abschluss.
Hunderttausende Besucher erwartet
Auf den elf Motivwagen bekommen unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) oder auch US-Präsident Donald Trump ihr Fett weg. Erwartet werden an Rosenmontag in Mainz rund 600.000 Besucherinnen und Besucher.
Für die Sicherheit sorgen sollen unter anderem Waffenverbotszonen sowie Glasverbotszonen an Feier-Hotspots. Zwei Kilometer an Sperrgittern werden extra für den Tag aufgestellt. Knapp 500 Rettungskräfte - größtenteils Ehrenamtliche - werden im Einsatz sein, die Polizei wird über den ganzen Tag verteilt mit etwa 1.100 Beamtinnen und Beamten vor Ort sein.
Keine Waffen am Kostüm
Die Mainzer Polizei bittet alle Feiernden, keine Kostüm-Waffen zu tragen, die wie eine echte Waffe aussehen. So etwas würde erst eine Gefahr suggerieren und könnte zu einem Polizeieinsatz führen. "Deswegen großer Appell, bitte lasst einfach alles zu Hause, was irgendwie wie eine Waffe aussieht", so Sprecher Rinaldo Roberto.
Anders als im vergangenen Jahr, als der Rosenmontag in den März fiel und es sonnig und frühlingshaft warm war, dürften diesmal warme Kostüme gefragt sei. Nach Schneefall am Morgen ist das Wetter im FFH-Land heute nasskalt.
Auch in Hessen gute Laune
Der größte hessische Zug findet in Fulda mit über 4.200 Teilnehmern statt. Aber beispielsweise auch in den nordhessischen Kleinstädten Volkmarsen und Fritzlar (Landkreis Waldeck-Frankenberg) sowie in Seligenstadt (Kreis Offenbach) wird gefeiert.
Rosenmontagszug in Herbstein
Um 10.11 Uhr startete der hessenweit einzigartige traditionelle Springerumzug in Herbstein im Vogelsberg.
Erst Schnee, dann Sonne
"Die Sonne scheint, die Stimmung ist bestens", freut sich der Sprecher der Fastnachtsvereinigung Herbstein, Manuel Hensler, am Mittag. Mehrere tausend Menschen hätten sich auch von Schnee und Kälte nicht davon abhalten lassen, dem Bajazz, den Pärchen und anderen Teilnehmern des Sprungtanzes zuzujubeln. In der Nacht zum Rosenmontag seien ein paar Zentimeter Neuschnee gefallen, doch die Stadtreinigung habe die Straßen und Wege schnell freigeräumt, so dass sich der Zug wie geplant in Bewegung setzen konnte, so Hensler.
Gäste aus Tirol bei Springerzug im Vogelsberg
Angeführt wird der Springerzug in diesem Jahr von Bajazz Julian Herrmann. Für die Rekordsumme von 11.110 Euro hatte der 33-Jährige das ehrenvolle Amt ersteigert. Tiroler Steinmetze brachten die Tradition des Springerzugs im 17. Jahrhundert nach Herbstein, als sie Restaurationsarbeiten an der Stadtmauer vornahmen. Gut ein Dutzend Ehrengäste aus Tirol feierten in diesem Jahr in Herbstein mit, wie Hensler erzählt.
Klaa Paris und Dieburg am Fastnachtsdienstag
Bevor an Aschermittwoch dann bekanntlich wieder alles vorbei ist, geht es am morgigen Fastnachtsdienstag im Frankfurter Stadtteil Heddernheim (Klaa Paris) wieder hoch her. Und auch die Dieburger zeigen mit ihrem großen Umzug (13.33 Uhr), warum die südhessische Stadt zurecht als Karnevalshochburg gilt. Auch dort verfolgen jedes Jahr Zehntausende Besucherinnen und Besucher den farbenprächtigen und ideenreichen Umzug der Fastnachtsgruppen.
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