Wann kommt das Ende? - Hitzewelle in Hessen erreicht Höhepunkt
Hessen schwitzt - und zwar gewaltig. Von Donnerstag bis Sonntag erreicht die aktuelle Hitzewelle ihren Höhepunkt, mit Temperaturen von bis zu 40 Grad. Diplom-Meteorologe Dominik Jung hat Hit Radio FFH erklärt, wann es kühler wird - und warum es überhaupt so extrem heiß ist.
Von Donnerstag bis Sonntag klettern die Temperaturen flächendeckend in Hessen auf 37 bis 39, vereinzelt sogar auf 40 Grad, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung im Gespräch mit Hit Radio FFH. Egal ob Nordhessen oder Südhessen - vor der Hitze gibt es kein Entkommen.
Schwül und drückend - Hitzegewitter eher Ausnahme
Dazu kommt laut Jung eine drückende Schwüle, die das Ganze noch unangenehmer macht. Lokale Hitzegewitter am Nachmittag sind zwar möglich, aber eher die große Ausnahme.
Bisheriger Juni-Rekord 2019
Der bisherige hessische Juni-Rekord liegt bei 39,3 Grad - gemessen im Juni 2019 in Frankfurt am Main, wie der Meteorologe gegenüber FFH erläuterte. Diesen Wert könnten wir in den kommenden Tagen beinahe erreichen.
10 bis 15 Grad über dem Normalwert
Dass ein solcher Juni-Extremwert nicht zur Normalität gehört, macht Jung mit einem klaren Vergleich deutlich: Aktuell ist es 10 bis 15 Grad wärmer als im langjährigen Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020.
Ab Montag etwas kühler - aber kein Durchatmen
Ab Montag oder Dienstag sinken die Temperaturen laut dem Experten um rund 10 Grad. Das klingt nach Erleichterung - mit echter Abkühlung zum Durchlüften hat das aber noch wenig zu tun.
Südhessen bleibt besonders warm
Tagsüber sind dann immer noch 25 bis knapp 30 Grad drin, in Südhessen sogar bis zu 30 Grad, so Jung. Immerhin: Die 40 Grad sind Geschichte - und das spürt man.
Schuld ist ein stabiles Hoch über Mitteleuropa
Verantwortlich für die Extremhitze ist laut Dominik Jung ein Hochdruckgebiet, das seit vergangenen Donnerstag stabil über Mitteleuropa, Deutschland und Hessen liegt. Es sorgt für viel Sonnenschein und lässt heiße Luft aus Nordafrika über Spanien und Frankreich direkt nach Hessen strömen.
15 Stunden Sonne - kurz nach dem längsten Tag des Jahres
Direkt nach dem Sommeranfang und dem längsten Tag des Jahres scheint die Sonne bis zu 15 Stunden am Tag - und heizt die ohnehin schon warme Luft noch weiter auf, erklärt der Diplom-Meteorologe. Das Ergebnis: verbreitet deutlich über 35 Grad.
Hitzekuppel über Europa hält die Wärme gefangen
Jung spricht in diesem Zusammenhang von einer „Hitzekuppel" - oder englisch: Heatdome. Das Hochdruckgebiet liege wie eine Kuppel über ganz Europa und halte die heiße Luft gefangen.
Nächste Woche: Etwas Entspannung in Sicht
Ab der kommenden Woche soll es laut Jung rund zehn Grad kühler werden - eine kleine, aber spürbare Entspannung. Bis dahin heißt es: viel trinken, Rollläden runter und die heißesten Stunden des Tages lieber im Schatten verbringen.