Justiz - Prozess gegen mutmaßlichen hochkarätigen Betrüger begonnen
Falsche Polizisten, Lügengeschichten und ein geplanter Mord – der Prozess in Wiesbaden soll Details verschiedener Straftaten enthüllen. Senioren haben dabei viel Geld verloren.
Vor dem Landgericht Wiesbaden hat ein Prozess gegen einen mutmaßlichen Drahtzieher einer bundesweit agierenden Betrügerbande mit einem hohen sechsstelligen Schaden zulasten von Senioren begonnen. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. Der Angeklagte soll sich laut Staatsanwaltschaft auch zu einem - nicht ausgeführten - Mord verabredet haben.
Der Anklagebehörde zufolge war der Mann eine Art Logistiker der bundesweiten Bande gewesen. Ihre Mitglieder hätten etwa als falsche Polizisten am Telefon ältere Menschen mit Lügengeschichten unter Druck gesetzt, um von ihnen Geld zu kassieren.
Ende 2025 ging der Angeklagte der Polizei in Wiesbaden ins Netz, als er mit einer Tüte mit mehr als 240.000 Euro in bar die Wohnung einer Seniorin verließ. Er kam in Untersuchungshaft.