Wahl-o-mat 2026 zur Kommunalwahl in vier hessischen Städten
In vier hessischen Städten - "Lokal-o-mat" startet Mitte Februar
Bei Bundes- und Landtagswahlen ist der Wahl-o-mat schon seit Jahren eine feste Größe. Anhand von verschiedenen Fragen können die Wählerinnen und Wähler ganz einfach herausfinden, welche Parteien am ehesten ihre eigenen Positionen vertreten. Für die Kommunalwahl in Hessen wird es nun erstmals einen “Lokal-o-mat” in vier hessischen Städten geben.
Das neue Projekt startet zunächst in Frankfurt, Marburg, Kassel und Fulda und ist ab dem 18. Februar online verfügbar. Bis zur Kommunalwahl am 15. März können sich die Bürgerinnen und Bürger damit ganz einfach über die politischen Themen in ihrer Stadt informieren.
Schon in NRW ein Erfolg
Der Lokal-o-mat war bereits erfolgreich bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen im Einsatz, wo 10 Städte am Projekt teilgenommen haben. 420.000 Menschen nutzten die Online-Plattform damals als Hilfe für ihre Wahlentscheidung. Entwickelt und betreut wird der Lokal-o-mat von Forschern der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, die auch am großen Wahl-o-mat zur Bundestagswahl beteiligt sind. „Vielen Menschen fällt der Zugang zu Kommunalwahlen schwer, weil sich die Informationsbeschaffung oft schwierig gestaltet “, sagt Projektleiter Prof. Stefan Marschall. „Das wollen wir mit unserem Tool ändern."
Wähler können Übereinstimmung mit Parteien checken
Genauso wie beim bekannten Wahl-o-mat bekommen die Nutzer zunächst 30 Thesen vorgelegt, auf die sie mit “Stimme zu”, “neutral” oder “Stimme nicht zu” reagieren können. Das Programm berechnet dann, wie groß die Übereinstimmung mit den Positionen der jeweiligen Parteien und Wählergruppen ist und stellt das Ergebnis anschaulich da. So können sich die Wahlberechtigten nicht nur ganz unkompliziert mit den kommunalpolitischen Themen auseinandersetzen, sondern auch die Wahlprogramme vergleichen.
Menschen vor Ort haben mitgearbeitet
Wie die Forscher mitteilen, wurde bei der Entwicklung des Lokal-o-mats besonderen Wert darauf gelegt, die aktuellen Debatten vor Ort abzubilden. Aus diesem Grund gibt es für alle vier hessischen Städte eigene Versionen mit Fragen, an denen die Menschen vor Ort selbst mitarbeiten konnten. In einem Workshop Mitte Dezember waren vor allem junge Menschen aufgerufen, für ihre Stadt genau die lokalpolitischen Themen zu sammeln, die ihnen besonders unter den Nägeln brennen.
Hier findet ihr den Lokal-o-mat für Frankfurt, Marburg, Kassel und Fulda sowie weitere Informationen.