Teurer Führerschein - Viele fallen durch die Prüfung
Der Führerschein bleibt für viele Deutsche eine Herausforderung. Laut einem Bericht des TÜV-Verbands mussten im vergangenen Jahr viele Fahrschüler mit hohen Durchfallquoten bei den Prüfungen kämpfen.
44 Prozent scheiterten bei der Theorieprüfung und 37 Prozent fielen durch die praktische Prüfung. Diese Zahlen beziehen sich auf die Führerscheinklassen B und B17. Das Begleitete Fahren ab 17 zeigte jedoch bessere Ergebnisse, mit niedrigeren Durchfallquoten.
Unterschiede bei jüngeren Fahrschülern
Jüngere Fahrschüler, insbesondere unter 18 Jahre, schnitten bei den Prüfungen besser ab. Nur 35 Prozent fielen durch die Theorie- und 24 Prozent durch die praktische Prüfung. Richard Goebelt vom TÜV-Verband betonte, dass das Begleitete Fahren ab 17 die Erfolgsquote verbessern könne. Er erklärte, dass die jungen Fahrschüler in diesem Konzept deutlich besser abschneiden.
Anstieg der Prüfungszahlen
2025 erreichte die Anzahl der Führerscheinprüfungen einen neuen Höchststand. Insgesamt wurden 2,04 Millionen Theorieprüfungen und etwa 1,89 Millionen Praxisprüfungen abgelegt. Trotz hoher Prüfungszahlen fielen weniger Fahrschüler beim Erstversuch durch. Hier lag die Bestehensquote bei 63 Prozent in der Theorie und 65 Prozent in der Praxis. Die Erfolgsquote sank bei den Wiederholversuchen, was eine zusätzliche Belastung für die Betroffenen darstellt.
Reformpläne zur Kostensenkung
Um die steigenden Kosten für den Führerscheinerwerb zu senken, plant Verkehrsminister Patrick Schnieder eine Reform. Vorgeschlagen sind Vereinfachungen und digitale Lösungen für den Prüfungsprozess. Diese sollen den Erwerb günstiger und effizienter gestalten. Am Mittwoch will Schnieder weiterführende Vorschläge nach Beratungen mit den Bundesländern präsentieren.
Potenziale und Risiken digitaler Lösungen
Der TÜV-Verband begrüßt die Stärkung digitaler Lernmittel. Verbindliche digitale Lernstandskontrollen seien jedoch notwendig, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Kritisch sieht der Verband Vorschläge, die Sicherheitsanforderungen senken könnten. Eine Absenkung der Anforderungen darf die Verkehrssicherheit nicht gefährden. Fahrlehrerverbände berichten von einem Rückgang der Anmeldungen in den Fahrschulen, da viele auf günstigere Bedingungen durch die Reformen warten.
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